Verstopfungsgefahr gebannt: Störungsfreier Betrieb wichtiger als niedrige Energiekosten
© Deutscher Fachverlag (DFV) (3/2017)
Nachdem der Siegeszug der Papiertaschentücher und der Einweghaushaltstücher vor 30 Jahren zu einem enormen Anstieg des Zellstoffverbrauches und des Müllaufkommens geführt hat, gibt es im Bereich der Körperhygiene einen ähnlich starken Trend hin zu Einweg-Feuchttüchern. Letztere landen aber im Gegensatz zu Papiertüchern für die Nase und die Küche nicht im Hausmüll sondern im Abwasser. Und dort sorgen sie für jede Menge Probleme.

Editorial: Blackout
© Deutscher Fachverlag (DFV) (3/2017)
Wer heute in einer der gängigen Internetsuchmaschinen den Begriff „Blackout“ eingibt, wird viele Einträge mit ganz unterschiedlichen Bedeutungen finden. Einer davon führt zu einem empfehlenswerten Thriller von Marc Elsberg, der vor einigen Jahren die Bestsellerlisten anführte. Ein wahrhaft packendes Werk, das für alle zur Pflichtlektüre wurde, die es mit dem Thema Energie zu tun haben. Höchst spannend und beklemmend werden die Folgen eines elektrischen Blackouts beschrieben, der in Folge eines Terrorangriffs auf die Elektronik von Smart Metern die Stromversorgung des europäischen Kontinents zusammenbrechen lässt.

Aufnahmefähigkeit von Stromnetzen durch hybride Lösungen im Gasnetz steigern
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2017)
Die EWE NETZ GmbH erprobt seit vielen Jahren technische Alternativen zum kapitalintensiven klassischen Netzausbau. Neben den stromseitigen technischen Lösungen erscheint insbesondere die Kopplung des Strom- und Gasnetzes besonders vielversprechend. Kurzfristig umsetzbar sowie vergleichsweise kostengünstig sind Möglichkeiten zur Elektrifizierung großer Verbraucher im Gasnetz (Hybridisierung), um regenerativ erzeugten Strom im Falle drohender Netzengpässe direkt im Gasnetz zu verbrauchen und dabei fossiles Erdgas zu verdrängen – z. B. durch die Elektrifizierung von Verdichterstationen im Hochdrucknetz. Open Grid Europe und EWE NETZ untersuchen diese Möglichkeit derzeit in einem gemeinsamen Projekt.

Drei Rheindüker für Koblenz
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2017)
Koblenz, die Stadt an Rhein und Mosel, benötigt für die Versorgung der Stadtteile rechts und links der Flüsse mit Erdgas, Trinkwasser und Strom Versorgungsleitungen, die an Brücken oder in sogenannten Dükern verlegt werden. Aufgrund des geplanten Neubaus einer Brücke und Instandhaltungsbedarfs an einer Trinkwasser- und einer Erdgasleitung beschloss die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein AG (evm-Gruppe) 2014, diese wichtigen Versorgungsleitungen über den Rhein zu erneuern. Nach technischer und wirtschaftlicher Prüfung wurde entschieden, die Rohre als sogenannte Dükerleitungen unter dem Rhein zu verlegen.

Grabenlose Bauweisen – Anwendung und Überarbeitung des DVGW-Regelwerks
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2017)
Grabenlose Bauweisen sind seit den 1990er-Jahren in verdichteten urbanen Gebieten salonfähig. Das DVGW-Regelwerk und die Zertifizierung liefern die Grundlagen zur sicheren Anwendung dieser Verfahren. Sie werden auf hohem technischem Niveau und zunehmend auch in ländlich geprägten Regionen eingesetzt. Der Prozess der Neufassung des DVGW-Arbeitsblattes GW 302 „Grabenlose Bauweisen“ ist ein Anlass, um über die Anwendung eines „PE-Relining ohne Ringraum“ nach DVGW-Arbeitsblatt GW 320/II beim Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) im Land Brandenburg zu berichten.

Geothermie-Anlage München-Riem: Zwölf Jahre Betriebs- und Optimierungserfahrungen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2016)
Die Geothermie-Anlage München-Riem ging 2004 als eine der ersten Anlagen im bayerischen Molassebecken in Betrieb. Seitdem wurden zahlreiche Betriebserfahrungen gesammelt und sukzessive immer weitere Optimierungsschritte im Betrieb implementiert und getestet. Der Beitrag gibt eine Zusammenfassung über die gesammelten Erfahrungen des zwölfjährigen Betriebs.

Erfassung des Abflussgeschehens in einem Mischwasserhauptsammler mittels Durchflussmessungen und Videoaufnahmen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2016)
Im Rahmen einer Fallstudie wurde das komplexe Abflussverhalten des zentralen Mischwassersammlers im Kanalnetz der Stadt Hannover mittels der Ergebnisse einer aufwendigen Niederschlag-Abfluss-Messkampagne einschließlich Videoaufzeichnungen eingehend untersucht und umfassend beurteilt. Die Methoden, um qualitativ hochwertige Messdaten unter schwierigen hydrometrischen Randbedingungen zu erzielen, werden im Beitrag erläutert. Angesichts der Bewirtschaftung des Sammlers wird das Abflussgeschehen erwartungsgemäß maßgeblich durch das am Ende des Zentralsammlers angeordnete und als Regelorgan fungierende Einlaufpumpwerk am Klärwerk beeinflusst. Das Abflussregime zeigt sensible Reaktionen auf die Pumpensteuerung, die mit den Messdaten detailliert nachgewiesen und analysiert werden. Weitere Verwendungszwecke der Daten sind die Kalibrierung eines hydraulischen Kanalnetzmodells und die Planung von Sanierungsmaßnahmen im Einzugsgebiet.

Drilling Simulator Celle erreicht wichtige Meilensteine in der Aufbauphase
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2016)
Das Gebäude des Drilling Simulator Celle (DSC) wurde im März 2015 von einer Kerngruppe wissenschaftlicher Mitarbeiter der Technischen Universität Clausthal übernommen. Diese neue Forschungseinrichtung der TU Clausthal, die auch dem Energieforschungszentrum Niedersachsen (EFZN) zugeordnet ist, widmet sich der Simulation des Tiefbohrprozesses mit dem Ziel, Bohrkosten zu reduzieren und die Umweltverträglichkeit zu verbessern. Zentrale Bestandteile der Ausstattung mit wissenschaftlichen Großgeräten sind ein Software- und ein Hardware-Simulator. Beide Systeme wurden inzwischen in Betrieb genommen.

Online-Eisenmonitoring in der unterirdischen Wasseraufbereitung
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2016)
Verfahren zur unterirdischen Enteisenung und Entmanganung liefern in den meisten Fällen mit nur wenig Aufwand Trinkwasserqualität. Bei komplizierter Hydrogeologie oder besonders belastetem Rohwasser hilft ein neuartiges Online-Monitoring, das die Faktoren pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Temperatur, Leitfähigkeit und Redoxpotenzial aufzeichnet und daraus die Eisenaktivität als Leitparameter für die Aufbereitung errechnet. Hierüber lässt sich die Hydrogeologie und - chemie bereits im Vorfeld untersuchen und somit der Betrieb der Wasseraufbereitung optimieren, wie anhand von zwei Praxisbeispielen aufgezeigt wird.

Trockenlegung des Eidersperrwerks – Bohr- und Installationsarbeiten für ein System zur Überwachung der Auftriebssicherheit
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2016)
Das Eidersperrwerk ist das größte deutsche Küstenschutzbauwerk und befindet sich an der Mündung der Eider in die Nordsee. 1973 wurde durch den Bau des Sperrwerks die Deichlinie im Mündungsbereich der Eider von ursprünglich rund 60 km auf 4,8 km verkürzt. Es besteht aus insgesamt fünf Sielfeldern, die in den Jahren 2014 bis 2018 für Sanierungsarbeiten über mehrere Monate sukzessive trockengelegt werden müssen. Um die Auftriebssicherheit der jeweiligen Sielfeldsohlen während der Trockenlegungen zu gewährleisten, werden mithilfe eines Packersystems innerhalb der Sohlplatten Porenwasserdruckaufnehmer sowie temporäre Entlastungsbrunnen installiert. Falls die Sohlwasserdrücke kritische Zustände erreichen sollten, kann mit dem Überwachungssystem eine Druckentlastung herbeigeführt werden.

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