Aufnahmefähigkeit von Stromnetzen durch hybride Lösungen im Gasnetz steigern
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2017)
Die EWE NETZ GmbH erprobt seit vielen Jahren technische Alternativen zum kapitalintensiven klassischen Netzausbau. Neben den stromseitigen technischen Lösungen erscheint insbesondere die Kopplung des Strom- und Gasnetzes besonders vielversprechend. Kurzfristig umsetzbar sowie vergleichsweise kostengünstig sind Möglichkeiten zur Elektrifizierung großer Verbraucher im Gasnetz (Hybridisierung), um regenerativ erzeugten Strom im Falle drohender Netzengpässe direkt im Gasnetz zu verbrauchen und dabei fossiles Erdgas zu verdrängen – z. B. durch die Elektrifizierung von Verdichterstationen im Hochdrucknetz. Open Grid Europe und EWE NETZ untersuchen diese Möglichkeit derzeit in einem gemeinsamen Projekt.

Drei Rheindüker für Koblenz
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2017)
Koblenz, die Stadt an Rhein und Mosel, benötigt für die Versorgung der Stadtteile rechts und links der Flüsse mit Erdgas, Trinkwasser und Strom Versorgungsleitungen, die an Brücken oder in sogenannten Dükern verlegt werden. Aufgrund des geplanten Neubaus einer Brücke und Instandhaltungsbedarfs an einer Trinkwasser- und einer Erdgasleitung beschloss die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein AG (evm-Gruppe) 2014, diese wichtigen Versorgungsleitungen über den Rhein zu erneuern. Nach technischer und wirtschaftlicher Prüfung wurde entschieden, die Rohre als sogenannte Dükerleitungen unter dem Rhein zu verlegen.

Grabenlose Bauweisen – Anwendung und Überarbeitung des DVGW-Regelwerks
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2017)
Grabenlose Bauweisen sind seit den 1990er-Jahren in verdichteten urbanen Gebieten salonfähig. Das DVGW-Regelwerk und die Zertifizierung liefern die Grundlagen zur sicheren Anwendung dieser Verfahren. Sie werden auf hohem technischem Niveau und zunehmend auch in ländlich geprägten Regionen eingesetzt. Der Prozess der Neufassung des DVGW-Arbeitsblattes GW 302 „Grabenlose Bauweisen“ ist ein Anlass, um über die Anwendung eines „PE-Relining ohne Ringraum“ nach DVGW-Arbeitsblatt GW 320/II beim Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) im Land Brandenburg zu berichten.

Geothermie-Anlage München-Riem: Zwölf Jahre Betriebs- und Optimierungserfahrungen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2016)
Die Geothermie-Anlage München-Riem ging 2004 als eine der ersten Anlagen im bayerischen Molassebecken in Betrieb. Seitdem wurden zahlreiche Betriebserfahrungen gesammelt und sukzessive immer weitere Optimierungsschritte im Betrieb implementiert und getestet. Der Beitrag gibt eine Zusammenfassung über die gesammelten Erfahrungen des zwölfjährigen Betriebs.

Erfassung des Abflussgeschehens in einem Mischwasserhauptsammler mittels Durchflussmessungen und Videoaufnahmen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2016)
Im Rahmen einer Fallstudie wurde das komplexe Abflussverhalten des zentralen Mischwassersammlers im Kanalnetz der Stadt Hannover mittels der Ergebnisse einer aufwendigen Niederschlag-Abfluss-Messkampagne einschließlich Videoaufzeichnungen eingehend untersucht und umfassend beurteilt. Die Methoden, um qualitativ hochwertige Messdaten unter schwierigen hydrometrischen Randbedingungen zu erzielen, werden im Beitrag erläutert. Angesichts der Bewirtschaftung des Sammlers wird das Abflussgeschehen erwartungsgemäß maßgeblich durch das am Ende des Zentralsammlers angeordnete und als Regelorgan fungierende Einlaufpumpwerk am Klärwerk beeinflusst. Das Abflussregime zeigt sensible Reaktionen auf die Pumpensteuerung, die mit den Messdaten detailliert nachgewiesen und analysiert werden. Weitere Verwendungszwecke der Daten sind die Kalibrierung eines hydraulischen Kanalnetzmodells und die Planung von Sanierungsmaßnahmen im Einzugsgebiet.

Drilling Simulator Celle erreicht wichtige Meilensteine in der Aufbauphase
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2016)
Das Gebäude des Drilling Simulator Celle (DSC) wurde im März 2015 von einer Kerngruppe wissenschaftlicher Mitarbeiter der Technischen Universität Clausthal übernommen. Diese neue Forschungseinrichtung der TU Clausthal, die auch dem Energieforschungszentrum Niedersachsen (EFZN) zugeordnet ist, widmet sich der Simulation des Tiefbohrprozesses mit dem Ziel, Bohrkosten zu reduzieren und die Umweltverträglichkeit zu verbessern. Zentrale Bestandteile der Ausstattung mit wissenschaftlichen Großgeräten sind ein Software- und ein Hardware-Simulator. Beide Systeme wurden inzwischen in Betrieb genommen.

Online-Eisenmonitoring in der unterirdischen Wasseraufbereitung
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2016)
Verfahren zur unterirdischen Enteisenung und Entmanganung liefern in den meisten Fällen mit nur wenig Aufwand Trinkwasserqualität. Bei komplizierter Hydrogeologie oder besonders belastetem Rohwasser hilft ein neuartiges Online-Monitoring, das die Faktoren pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Temperatur, Leitfähigkeit und Redoxpotenzial aufzeichnet und daraus die Eisenaktivität als Leitparameter für die Aufbereitung errechnet. Hierüber lässt sich die Hydrogeologie und - chemie bereits im Vorfeld untersuchen und somit der Betrieb der Wasseraufbereitung optimieren, wie anhand von zwei Praxisbeispielen aufgezeigt wird.

Trockenlegung des Eidersperrwerks – Bohr- und Installationsarbeiten für ein System zur Überwachung der Auftriebssicherheit
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2016)
Das Eidersperrwerk ist das größte deutsche Küstenschutzbauwerk und befindet sich an der Mündung der Eider in die Nordsee. 1973 wurde durch den Bau des Sperrwerks die Deichlinie im Mündungsbereich der Eider von ursprünglich rund 60 km auf 4,8 km verkürzt. Es besteht aus insgesamt fünf Sielfeldern, die in den Jahren 2014 bis 2018 für Sanierungsarbeiten über mehrere Monate sukzessive trockengelegt werden müssen. Um die Auftriebssicherheit der jeweiligen Sielfeldsohlen während der Trockenlegungen zu gewährleisten, werden mithilfe eines Packersystems innerhalb der Sohlplatten Porenwasserdruckaufnehmer sowie temporäre Entlastungsbrunnen installiert. Falls die Sohlwasserdrücke kritische Zustände erreichen sollten, kann mit dem Überwachungssystem eine Druckentlastung herbeigeführt werden.

Oberflächennahe Geothermie in Gewerbe und Industrie
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2016)
Die Nutzung Oberflächennaher Geothermie zur Raumheizung (und -kühlung) in Wohngebäuden, Büros, Schulen etc. reicht in Deutschland bis Anfang der 1970er-Jahre zurück und ist bereits weit verbreitet. Auch für gewerbliche oder industrielle Anwendungen gibt es ein großes Potenzial für die Nutzung von Erdwärme, sowohl mit Wärmepumpenanwendungen als auch über thermische Untergrundspeicher. Anhand von Praxisbeispielen werden deren Möglichkeiten und Voraussetzungen behandelt, wobei auch auf die Ergebnisse eines bereits vor einigen Jahren abgeschlossenen EU-Projekts zu diesem Thema (IGEIA) eingegangen wird.

Erneuerung von Hauptfeldleitungssystemen im dichten Netz der Kavernenanlage Etzel
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2016)
Anlagen zur Aufbereitung und Verteilung, aber auch zur Lagerung von Öl und Gas erfordern prozessbedingt eine hohe Dichte von Rohrleitungen. Sehr ausgeprägt stellt sich diese Situation dar, wenn die Anlagen bereits seit Jahrzehnten in Betrieb sind und sich durch Erweiterungen und Optimierungen die Anzahl der Leitungen immer weiter erhöht hat. Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten auf engem Raum werden in Zukunft immer wichtiger und erfordern eine gut abgestimmte Zusammenarbeit aller Beteiligten. Neben den technischen Herausforderungen für den Tiefbau ergeben sich hohe Ansprüche für die Schweißarbeiten und für den Rohrleitungsbau. Im beschriebenen Bauprojekt auf dem Südfeldabschnitt der Kavernenanlage der STORAG ETZEL GmbH in der ostfriesischen Ortschaft Etzel waren zwei Hauptfeldleitungssysteme auszutauschen, die im Abstand von nur ca. einem Meter betrieben wurden.

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