In Brandenburg hat sich der Bestand an Milchkühen von 206.441 im Jahr 1999 auf 158.943 im Jahr 2010 verringert (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 2010). Dadurch wird ein Teil des Grünlandes nicht mehr für die Fütterung benötigt und
Es werden zunehmend Teile der Grünlandaufwüchse nicht mehr für die Fütterung in der Viehhaltung benötigt. Die Bioenergienutzung dieses überschüssigen Grünlands kann den Landwirten ein Einkommen auf ungenutzten Flächen sichern und andererseits zum Erhalt der Grünlandfläche beitragen. Gleichzeitig muss mit einer Intensivierung der Grünlandnutzung gerechnet werden. Es ist ein eigenes Modul für das Biomasseertragsmodell bym entwickelt worden, das Verbräuche und Erntemengen der Grünlandaufwüchse auf Landkreisebene bilanziert und als Biogaspotenziale ausgibt. In Standortszenarien werden Erntemengen standortspezifisch differenziert, Erträge werden über eine Ertragsmatrix zugewiesen. So werden Nutzungsvarianten unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten und mögliche Intensivierungen der zurzeit überwiegend extensiven Grünlandnutzung abgebildet. In Brandenburg könnten 44 Biogasanlagen (500 kW, 8000 h Volllast) bei Nutzung nach guter fachlicher Praxis betrieben werden. In Trockenjahren geht die verfügbare Grünlandbiomasse um mehr als die Hälfte zurück. Allein durch eine Intensivierung der Moornutzung ließen sich in Jahren mit durchschnittlicher Witterung zwei Biogasanlagen betreiben. Insgesamt muss von einem deutlich erhöhten Nutzungsdruck auf Grünlandflächen ausgegangen werden.
| Copyright: | © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Rostock | |
| Quelle: | 5. Rostocker Bioenergieforum (November 2011) | |
| Seiten: | 6 | |
| Preis: | € 3,00 | |
| Autor: | Dr . Caroline Schleier Hans-Peter Piorr Frank Torkler Mirella Zeidler Franziska Schulz | |
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Die vorgestellten Inhalte sind Teil des erbundvorhabens „Grünlandenergie
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Landschaftspflegematerial – Optimierung einer nachhaltigen Rohstoffbereitstellung durch die Einbindung von Biomassehöfen
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