Feldmessungen an grabenlos verlegten Fernwärmeleitungen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (6/2015)
Bei der Erzeugung von Strom und Fernwärme in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) wird bei der Energieumwandlung eine hohe Effizienz erreicht. Deshalb sind Fernwärmesysteme eine nachhaltige Lösung für heutige Herausforderungen in Umwelt- und Energiefragen und werden durch die Europäische Gesetzgebung unterstützt. Um Fernwärmenetze ausbauen zu können, ist es erforderlich, technologische Entwicklungen voranzutreiben, die den Netzausbau effizienter und wirtschaftlicher machen.

Fernwärmeleitungen und HDD - keine Standardkombination!
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (6/2015)
Ein großes Fernwärmeprojekt wurde in den Niederlanden zwischen dem Wärmekraftwerk der Gemeinde Diemen und der 196.000 Einwohner zählenden Stadt Almere realisiert. Die 8,5 km lange Trasse führt durch das IJmeer, den südlichsten Teil des niederländischen Binnensees, wobei für die Leitungen eine Mindestüberdeckung von 1,5 m ermöglicht werden musste. Zum Einsatz kamen hier auf Schiffen montierte Schaufelkräne. Entlang der Trasse waren drei Querungen mit jeweils zwei Bohrungen projektiert, die mittels Horizontalbohrtechnik erfolgreich ausgeführt werden konnten.

Neue Kunden unterbrechungsfrei an das Fernwärmenetz anschließen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (6/2015)
Fernwärmenetze leben. Regelmäßig müssen – als Ersatz für veraltete Heizanlagen, bei Neubau oder Eigentümerwechsel – Gebäude neu an vorhandene Netze angeschlossen werden. Um die Versorgung der Bestandskunden hierfür nicht unterbrechen zu müssen, gibt es das Anbohrverfahren. Spezial-Kugelhähne und spezielle Anbohrgeräte ermöglichen die Herstellung neuer Anschlüsse an das Fernwärmenetz im laufenden Betrieb.

Verlegung einer Fernwärmeleitung mittels HDD
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (3/2015)
Ein Teil der ehemaligen Oxford-Kaserne in Münster-Gievenbeck soll zukünftig als Flüchtlingswohnheim genutzt und an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Münster GmbH angeschlossen werden. Nach technischer und wirtschaftlicher Betrachtung fiel die Entscheidung zugunsten der HDD-Verlegetechnik und FLEXWELL-Fernheizkabeln. Es waren, ausgehend von der Straße „Bernings Kotten“, zwei parallel verlaufende und jeweils 125 m lange Horizontalspülbohrungen für die Einbringung der Vor- und Rücklaufleitungen (FW DN 200/310 FHK) vorgesehen.

Errichtung einer Wärmeverteilanlage zur Nutzung von Industrieabwärme
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (11/2014)
In Castrop-Rauxel wird Anfang November 2014 eine Wärmeverteilanlage in Betrieb genommen, mit der die Abwärme eines Chemieunternehmens für das örtliche Fernwärmenetz nutzbar gemacht wird. Die Kompaktstation koppelt Dampf effizient aus und ist mit 2 x 15 Megawatt Leistung anspruchsvoll dimensioniert. Beschrieben werden die kritischen Faktoren bei der Planung und Umsetzung.

Ein Schlaglicht auf den Wärmemarkt 2050: Studie „Sanierungsfahrpläne für den Wärmemarkt“ simuliert Sanierungsverhalten der Hauseigentümer
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (6/2014)
Zukunft ERDGAS hat mit der Studie „Sanierungsfahrpläne für den Wärmemarkt“ 264 individuelle Sanierungsfahrpläne berechnet und damit ein Szenario der Sanierungsaktivitäten bis 2050 entworfen. Die positive Nachricht: Rund drei Viertel des politisch gesetzten CO2-Einsparziels lassen sich bereits ohne Förderung erreichen. Erdgasbasierte Heiztechnologien nehmen dabei eine bedeutende Rolle für den Klimaschutz ein.

Auswertung und Interpretation von Einzugskräften und Krümmungsradien an grabenlos verlegten Fernwärmeleitungen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (4/2014)
Nach der grabenlosen Verlegung überlagern sich im Betrieb von warmgehenden Leitungen die Belastungen aus Temperatur, Innendruck, Erdreibung und Krümmungsradien. In einem AGFW-Forschungsvorhaben wird die Größenordnung der unterschiedlichen Lasten in Feldversuchen erfasst. Der Artikel befasst sich mit der Auswertung und Interpretation von Einzugskräften und Krümmungsradien und gibt einen Ausblick auf mögliche Berechnungsalgorithmen für eine entsprechende Rohrstatik.

Thermische Abfallbehandlungsanlage Spittelau – Neubau im Bestand –
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (1/2014)
Die thermische Abfallbehandlungsanlage Spittelau ist eine von vier Hausmüllverbrennungsanlagen in Wien und hat eine lange und traditionsreiche Geschichte. Sie wurde in den Jahren 1969 bis 1971 mit dem Hauptziel der Verwertung von Hausmüll und hausmüllähnlichen Abfällen sowie der Versorgung des rund zwei Kilometer entfernten Allgemeinen Krankenhauses der Stadt Wien mit Fernwärme errichtet. Neben dem Anlagenteil mit der thermischen Abfallbehandlung, sind zur Ausfallsicherheit Heißwasserkessel installiert. Mitten in der Stadt gelegen, unterschied sich der Baukörper damals kaum von einem anderen Kraftwerksbau.

Der Ausbau von Wärmenetzen unter Förderung des KWKG
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2013)
Sowohl die erneuerbaren Energien als auch die effiziente Nutzung von Einsatzstoffen in Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sollen einen Beitrag zur Vermeidung von CO2-Emissionen liefern. Hierbei ist die besondere Herausforderung, den Wärmebedarf durch erneuerbare Energien bzw. durch eine effiziente KWK-Nutzung zu gewährleisten, da ca. die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland bei der Wärmenutzung anfällt. Als gesetzliche Zielvorgabe sieht das Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmebereich (kurz: EEWärmeG) vor, dass bis zum Jahr 2020 deren Anteil am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte auf 14 Prozent erhöht werden soll. Bis 2050 sollen nach bisheriger Planung sogar 60 Prozent des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien mittels Wärmenetzen bereitgestellt werden. Vor diesem Hintergrund werden die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten für Wärme- und Kältenetze dargestellt.

Fernwärmeausbau in München
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (3/2012)
Seit geraumer Zeit weist München kontinuierlich wachsende Einwohnerzahlen auf. Der Siedlungsraum in den bestehenden Grenzen der Stadt ist jedoch eingeschränkt, die Nachfrage nach Wohnraum sehr groß. Durch die starke Nachfrage wird meist eine verdichtete Bebauung realisiert. So entsteht im Westen Münchens der neue Stadtteil Freiham für ca. 20.000 Menschen, Gewerbe und Handel. Die Stadtwerke München (SWM) haben entschieden, die Wärmeversorgung dieses neuen Stadtteils mit Fernwärme zu realisieren. Dazu ist nicht nur ein neues Netz, sondern auch eine neue Erzeugungsanlage erforderlich.

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