Totgesagte leben länger! – Die Wiedergeburt der Dienstleistungskonzession im Entsorgungsbereich
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (11/2014)
Der Beitrag beschäftigt sich mit der aktuellen obergerichtlichen Rechtsprechung zur Möglichkeit der Erteilung einer Dienstleistungskonzession für die Durchführung einer gewerblichen Sammlung. Es wird anhand verschiedener vergabe- wie verwaltungsrechtlicher Entscheidungen analysiert, unter welchen Bedingungen solche Konzessionsverträge denkbar sind und welche abfallrechtlichen Zulässigkeitsgrenzen insofern bestehen. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass sich Konzessionsverträge für gewerbliche Sammlungen in der Praxis für zahlreiche Sammelsysteme und Abfallfraktionen eignen können und dabei für Auftraggeber wie Auftragnehmer erhebliche finanzielle und sonstige Vorteile und Chancen gegenüber klassischen Entsorgungsmodellen eröffnen.

Entsorgungsregionen und Unionsrecht
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (11/2014)
Durch den Zuschnitt der Entsorgungsregionen wird maßgeblich festgelegt, welchen Weg die Abfallströme nehmen. Sie dürfen nur in Anlagen entsorgt werden, die innerhalb dieser Entsorgungsregion liegen.

Reststoffe der Papierindustrie: Ungenutzte Biomasse?
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2014)
Mit einer Altpapiereinsatzquote von 74 % (D 2013) nähert sich die Papierindustrie einer Kreislaufwirtschaft an, in der die Produkt nach der Nutzungsphase wieder Faserrohstoffe sind. Um die Produktqualitäten zu erhalten, besteht jedoch die Notwendigkeit, Fasern nach mehrfacher Nutzung aus dem Kreislauf auszusondern. Zudem müssen papierfremde Bestandteile aus dem Altpapier abgetrennt werden. Hierdurch entstehen Reststoffe. In der deutschen Papierindustrie fallen jährlich ungefähr 4,8 Mio. Tonnen an Reststoffen an. Für die Entsorgung dieser Rückstände entstehen den Papierfabriken erhebliche Kosten. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Reststoffsituation der Papierindustrie am Beispiel Deutschland und stellt folgend zwei neue Verwertungsoptionen vor: die Rückgewinnung von Calciumcarbonat und die Herstellung von Lävulinsäure.

Recyclingkonzepte für Photovoltaikmodule
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2014)
Im Bereich der erneuerbaren Energien nehmen Photovoltaik (PV) - Anlagen einen immer größeren Stellenwert ein. Aufgrund der erhöhten Nachfrage in diesem Bereich steigen auch die Alt-Modulmengen an, welche im Sinne der Nachhaltigkeit einem adäquaten Recyclingprozess zuzuführen sind. Dies ist wichtig, um durch eine Rückgewinnung der Wertmetalle und des enthaltenen Glases primäre Ressourcen und Deponiekapazitäten zu schonen. Bis dato gibt es für neuere PV-Module, wie es auch CIGS-Zellen sind, keine passenden beziehungsweise marktfähigen Verwertungskonzepte. Am Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie der Montanuniversität Leoben erfolgten bereits Untersuchungen zu ersten Aufbereitungsschritten von diesen Chalcopyrit-Zellen. Als geeignete Vorbereitungsschritte, mit dem Ziel die Halbleiterschicht für weitere Verfahren freizulegen, stellte sich beispielsweise die Pyrolyse und die Anwendung von Zerkleinerungsaggregaten heraus. Weitere Forschungsaktivitäten des Lehrstuhles liegen im Bereich anschließender Gewinnungsverfahren der in der Halbleiterschicht enthaltenen Wertmetalle und der Rückführung des Glases.

Vielversprechende Ergebnisse
© Rhombos Verlag (11/2014)
Die Bitburger Braugruppe erprobt ein nass-mechanisches Recyclingverfahren für Kieselgur aus Brauerei-Filterschlämmen

Perspektiven der Bioabfallerfassung und -verwertung aus Sicht der privaten Abfall- und Ressourcenwirtschaft
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2014)
Aus Sicht der privaten Entsorgungsbranche wird die Pflicht zur Getrenntsammlung von Bioabfällen noch von zu vielen zuständigen Behörden nicht mit der notwendigen Konsequenz verfolgt, obwohl ab dem 01.01.2015 ein Gesetzesverstoß droht. Dabei stellen die organischen Abfälle mit 30 bis 40 Prozent die größte Wertstofffraktion in privaten Haushalten dar. Seit Jahren fordert der BDE einen eigenen Abfallschlüssel für die Inhalte der Biotonne (Biogut). Ein Gutachten, das die Zulässigkeit der gewerblichen Sammlung von getrennt erfassten Bioabfällen bestätigt hat, hat zudem ergeben, dass diese Abfälle einen eigenen Abfallschlüssel im Europäischen Abfallverzeichnis benötigen. Die Zuordnung zum ASN 20 03 01 ist europarechtswidrig.

Gärrestmanagement sowie Verwertung fester und flüssiger Gärreste in der Praxis
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2014)
Die RETERRA Service GmbH ist einer der Marktführer in der Aufbereitung und Ver-wertung biologischer Reststoffe in Deutschland. Ihr Kerngeschäft ist die Aufbereitung und Verwertung von biologischen Abfallstoffen. Die Aufbereitung von Grün- und Bioabfällen in Kompostierungsanlagen wird ebenso ausgeführt wie der Bau und Betrieb von Biogasanlagen für Bioabfälle. Es werden aber auch biologische Reststoffe, wie z. B. Lebensmittelreste, verwertet, die je nach Eignung der Nutzung in Biogasanlagen oder der Futtermittelproduktion zugeführt werden. Darüber hinaus werden über 500.000 t Klärdünger jährlich für den Einsatz im Ackerbau vermittelt sowie umweltschonender Brennstoff aus Biomasse produziert.

Verpflichtende Getrenntsammlung von Bioabfällen nach KrWG Ergebnisse nach Abschluss der BMU-Studie
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2014)
Rund 18 % der Ackerfläche Deutschlands wurde im Jahr 2013 für den Anbau von Energiepflanzen genutzt, auf ca. 10 % der Ackerfläche Deutschlands wurden Mais, Getreide oder Gräser angebaut, um sie anschließend in Biogasanlagen mit dem Primärziel Stromerzeugung zu nutzen. Während dieser Wirtschaftszweig bereits seit längerem fester Bestandteil der Energiewende ist, wird das stofflich und energetisch nutzbare Potenzial der ohnehin anfallenden organischen Abfälle vielerorts noch vernachlässigt. Dabei ist seit Wirksamwerden der Neufassung des Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) am 1. Juni 2012 bekannt, dass überlassungspflichtige Bioabfälle aus Haushalten spätestens ab dem 1. Januar 2015 getrennt zu sammeln sind (§ 11 Abs. 1 KrWG).

Erfassung von Bioabfällen in kompostierbaren Bioabfallsammelbeuteln
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2014)
Optimierungspotenzial bei der getrennten Verwertung von Bioabfällen besteht in der Ausweitung der Erfassung, wie im Kreislaufwirtschaftsgesetz gefordert, und insbe-sondere in der Steigerung der Abschöpfungsquoten der organischen Haushaltsabfälle. Werden hierbei vor allem auch mehr Speiseabfälle erfasst, trägt dies zur Steigerung des Biogasertrags aus Vergärungsanlagen bei. Bisher vermeiden Nutzer der Biotonne allerdings weitgehend, nasse Lebensmittelabfälle dort zu entsorgen. Im Folgenden wird diskutiert, ob kompostierbare Sammelbeutel den Konsumenten hierbei helfen können, damit die Akzeptanz der Bioabfallsammlung unterstützen und einen Beitrag zu höheren Biogaserträgen leisten können.

Erfahrungen mit der Unterflursammlung von Bioabfällen in Hamburg
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2014)
Bundesweit ist Hamburg Vorreiter beim Einsatz von Unterflursystemen. Anfänglich waren die Unterflursysteme nur als Papierkörbe für hochfrequentierte Standorte gedacht, aber in der Zusammenarbeit mit Unternehmen der Wohnungswirtschaft wur-den die Unterflursysteme zu einem Erfolgsmodell innovativer Entsorgungslösung. Beschränkte sich das Unterflursystem bei den ersten Objekten noch auf die Fraktionen Restmüll, Papier und Hamburger Wertstofftonne, so wurde ab Juli 2011 in zwei Wohnanlagen mit je 100 Mietparteien die Sammlung von Bioabfällen über Unterflursysteme getestet. Diese Tests sind so erfolgreich verlaufen, dass heute 31 Bio-Unterflursysteme in Hamburg in Betrieb, zwölf weitere im Bau und 13 in Planung sind.

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