Klärschlamm: eine globale Herausforderung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2014)
Nach dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung soll die Klärschlammausbringung zu Düngezwecken beendet werden. Die Hydrothermale Carbonisierung eröffnet hier neue Möglichkeiten für eine effiziente thermische Verwertung. Vorgestellt werden die Ergebnisse einer Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die in Zusammenarbeit mit der AVA-CO2 und im Auftrag der Schweizer Bundesregierung erstellt wurde.

Verfahren im Vergleich
© Rhombos Verlag (4/2014)
Die Phosphatgewinnung aus Abwasser und Klärschlammasche könnte in 10 bis 15 Jahren wirtschaftlich sein

Abgasreinigung für Mono-Klärschlammverbrennungsanlagen
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (1/2014)
Nachdem lange Zeit in Deutschland keine neuen Anlagen zur thermischen Klärschlammverwertung mehr realisiert wurden, wird die Mono-Klärschlammverbrennung zurzeit wieder populärer. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass sowohl die landwirtschaftliche Verwertung als auch die Mitverbrennung in Kohlekraft- oder Zementwerken nicht die langfristige Entsorgungssicherheit und das Potential der Phosphor-Rückgewinnung bieten, die bei der Monoverbrennung gegeben sind. Daher werden zurzeit an verschiedenen Standorten bestehende Anlagen ertüchtigt und neue geplant.

Errichtung der Klärschlammverwertung in Zürich – Auswahl der Technik und Projektfortschritt –
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (1/2014)
Im Klärwerk Werdhölzli der Stadt Zürich (Schweiz) wird seit 1926 Abwasser gereinigt. In diesem Klärwerk stellt sich – wie in den weltweit zahlreich in Betrieb befindlichen Anlagen – die Frage nach dem Umgang mit dem anfallenden Reststoff, dem Klärschlamm. Zunächst stellt sich die Frage welche Lösungen es gibt, um größere Mengen an Klärschlämmen langfristig, sicher, umweltgerecht und umweltschonend zu entsorgen.

Vergleich von Verfahren zur Phosphatgewinnung aus Abwasser und Klärschlämmen – Technik und Kosten –
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (1/2014)
Ohne Phosphor gibt es kein uns bekanntes Leben auf der Erde. Phosphor ist ein Stoff der für alle Organismen lebenswichtig ist. Phosphor ist einer der Bestandteile der Gerüstsubstanz wie sie in Knochen und Zähnen vorkommt. Ebenso sind Phosphorverbindungen Bestandteile des Erbgutes (DNA/RNA) und verantwortlich für die Weiterentwicklung aller Lebewesen auf der Erde.

Phosphorrückgewinnung im Rahmen der Klärschlammbehandlung – das EU-Projekt P-REX –
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (1/2014)
Eine Vielzahl von technischen Rückgewinnungsprozessen für Phosphor steht zur Verfügung. Trotzdem ist der Anteil von mineralischen Recyclingdüngern im Vergleich zum Phosphoreinsatz aus Mineraldüngern sehr gering. Durch das EU-Forschungsprojekt P-REX soll die Implementierung und Verbreitung technischer Phosphorrückgewinnungsverfahren vorangetrieben werden.

Pyrolyseverfahren in Burgau – eine Betrachtung aus Sicht der Überwachungsbehörde –
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (1/2014)
Die Müllpyrolyseanlage (MPA) Burgau war nach Betreiberangaben bis etwa 2001 die weltweit einzige großtechnische Pyrolyseanlage für Hausmüll, die im Dauerbetrieb die Entsorgung des gesamten Restabfalls der Region sicherte. Nach über dreißig Jahren Betriebserfahrung mit lediglich kleineren Betriebsstörungen kann der Betreiber von einem bewährten Verfahren mit einer sicheren Betriebsweise ausgehen.

bifa-Text Nr. 63: Abfallaufkommen in Bayern - Prognose 2016 und 2023
© bifa Umweltinstitut GmbH (12/2013)
Die Studie stellt Prognosen über die zu erwartenden Mengen der wichtigsten andienungspflichtigen Abfälle in Bayern bereit. Darüber hinaus wurden auch Abfälle, die zwar nicht der Überlassungspflicht an die entsorgungspflichtigen Gebietskörperschaften unterliegen, aber aus anderen Gründen von Interesse sind, in die Betrachtungen eingeschlossen.

Thermische Klärschlammbehandlung
© Rhombos Verlag (10/2013)
Mono- und Mitverbrennung sowie andere Verfahren weisen eine Reihe von Vor- und Nachteilen für eine Phosphorrückgewinnung auf

Phosphorrecycling aus Klärschlamm – Steigerung der Pflanzenverfügbarkeit durch thermochemische Konversion
© ANS e.V. (am Leichtweiß-Institut der TU Braunschweig) (10/2013)
90 Prozent des Phosphors aus dem Zulauf der Kläranlagen können im Klärschlamm wiedergefunden werden. Dadurch werden in Klärschlämmen Konzentrationen von 2– 55 mg P/g nachgewiesen. Aus diesem Grund kann Klärschlamm als Phosphorsenke bezeichnet werden. Bei einem gesamten Klärschlammaufkommen in Deutschland von ca. 2 Mio. Mg Trockensubstanz ergibt sich hier ein enormes P-Rückgewinnungsdepot. Die thermische Verwertung von Klärschlamm versucht, dieses Potential nutzbar zu machen.

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