bifa-Text Nr. 57: Die Abfallwirtschaft im Jahr 2030 - Eine Szenarioanalyse nicht nur für Bayern© bifa Umweltinstitut GmbH (5/2012)
In einer neuen Studie des bifa Umweltinstituts werden mögliche Entwicklungen der regionalen, nationalen und internationalen Rahmenbedingungen für die bayerische Abfallwirtschaft im Jahr 2030 dargestellt sowie deren Auswirkungen auf die Abfallwirtschaftsstrukturen und auf die Ökoeffizienz. Das Projekt wurde im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit durchgeführt. Die Ergebnisse bieten auch anderen Behörden, Unternehmen und Verbänden in Deutschland eine Basis für die eigene Positionierung und Strategieentwicklung.
Numerische 3 D-Simulation der Deponiegasbildung und Setzungen in Siedlungsabfalldeponien © Verlag Abfall aktuell (1/2011)
Siedlungsabfalldeponien haben ein äußerst komplexes und dazu lebendiges Innenleben. In ihnen sind Materialien unterschiedlichster Herkunft und Eigenschaft vertreten. Segen und Fluch für Deponiebetreiber und Umweltschützer zugleich sind die organischen Bestandteile, welche durchschnittlich 18 Vol.-% des Abfalls ausmachen. Unter der Beteiligung verschiedener Bakterien wird das organische Material im Deponiekörper für kurze Zeit aerob, danach die längste Zeit anaerob umgesetzt und das über einen Zeitraum von bis zu 200 Jahren. Die Endprodukte dieser organischen Umsetzung sind neben Spurenelementen im Wesentlichen Kohlendioxid (40 %) und Methan (60 %). Beide Gase werden als Treibhausgase eingestuft, wobei das Methan im Vergleich zu Kohlendioxid eine über das 20-fache höhere Wirkung auf die Klimaerwärmung hat.
Pilotprojekt zur Deponiebelüftung und Methanoxidation an der Deponie Konstanz-Dorfweiher, Ergebnisse nach 1 Jahr Betriebszeit© Verlag Abfall aktuell (1/2011)
Zur Verkürzung der Nachsorgezeit wird auf einem Teilbereich der Deponie Dorfweiher in Konstanz eine neue In situ Behandlungstechnik angewandt. Die Deponie wird auf verschiedenen Druckniveaus intervallartig belüftet. Die Abluft wird passiv über ein offenes Biofilter behandelt, das die Deponiefläche be-deckt. Die Belüftung erfolgt über 80 Belüftungslanzen, die in einem Raster im Abstand von 10 Metern über die Fläche verteilt sind. Die benötigte Feuchtig-keit für den biologischen Abbau des Abfalls kann durch Rückführung von ge-sammeltem Sickerwasser aus dem Projektbereich über Verteilereinheiten ausgeglichen werden. Der Belüftungszeitraum ist auf drei Jahre angesetzt. Danach werden die Auswirkungen der aeroben Behandlung auf die Deponie in einer zweijährigen Beobachtungsphase weiter ausgewertet.
Erfahrungen mit der Umsetzung der Methanoxidation an ausgeführten Beispielen© Verlag Abfall aktuell (1/2011)
Die mikrobielle Methanoxidation in der Natur ist bereits seit langem bekannt. In der Deponietechnik spielt sie seit etwa Mitte der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts eine Rolle, nachdem Hoecks seine Erkenntnisse über die Methanoxidation in der Umgebung von Lecks an Gasleitungen auf Deponien übertrug. Bereits damals wurde bei eigenen Untersuchungen mit Abfallproben aus einer Abfalldeponie festgestellt, dass das Methanoxidationspotenzial in der Größenordnung von 12 l Methan pro Mg Abfall und Stunde liegt. Bei Übertragung auf eine Abfallschicht an der Oberfläche einer Deponie und Annahme einer gewissen aktiven Schichtdicke würde sich daraus eine Oxidation des Methans von ca. 5 l/m².h ergeben.
Wege und Kriterien zur Entlassung aus der Deponienachsorge
© Verlag Abfall aktuell (1/2011)
Übergeordnetes Ziel der Stilllegungs- und Nachsorgemaßnahmen auf Siedlungsabfalldeponien, wie sie in Deutschland insbesondere bis 2005 betrieben wurden, ist es, ihre langfristige Umweltverträglichkeit zu gewährleisten. Dazu sind sie in einen derart emissionsarmen Zustand zu überführen, dass nicht nur eine an das Deponieverhalten angepasste Oberflächenabdichtung aufgebracht werden kann, sondern auch eine Reduzierung des Nachsorgeaufwands und eine Entlassung aus der Nachsorge in überschaubaren Zeiträumen erreicht wird.
Voraussetzungen zur Genehmigung von Anlagen zur Sickerwasserinfiltration und Belüftung an Deponien
© Verlag Abfall aktuell (1/2011)
Für die Oberflächenabdichtung von Deponien der Klasse II sind gemäß Anhang 1 Nr. 2 Deponieverordnung grundsätzlich zwei Abdichtungskomponenten erforderlich. Gemäß Fußnote 6 Tabelle 2 Anhang 1 DepV kann eine der beiden Abdichtungskomponenten durch eine Wasserhaushaltsschicht oder durch ein Dichtungskontrollsystem ersetzt werden. Bei Deponien, auf denen Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, Klärschlämme oder andere Abfälle mit hohem organischen Anteil abgelagert wurden, wird dies aber an die Bedingung geknüpft, dass der Deponiebetreiber Maßnahmen nach § 25 Abs. 4 zur Beschleunigung biologischer Abbauprozesse und zur Verbesserung des Langzeitverhaltens nachweislich erfolgreich durchführt oder durchgeführt hat. Dieser Prozess wird in der Fachliteratur regelmäßig unter dem begriff „In-situ-Stabilisierung“ zusammengefasst.
Solare Deponieabdeckung – Kraftwerk der Zukunft© Verlag Abfall aktuell (1/2011)
Vorteile von Solar-Abdeckungen zur Deponieschließung – Faszination Flexibilität
Von Müll zu sauberer Energie – drei Lösungswege
Malagrotta, Italien – Deponiesanierung
Leppe, Deutschland - Testanlage
San Antonio, Texas, USA
Wirtschaftliche Vorteile solarer Abdeckungen auf Deponien