Kompostierung und Karbonisierung von pflanzlichen Reststoffen - Herstellung von Biokohle und Biokohlesubstraten im Botanischen Garten Berlin-Dahlem
© ANS e.V. (am Leichtweiß-Institut der TU Braunschweig) (10/2014)
Durch eine verbesserte Kompostierung und die Herstellung von Biokohle aus anfallenden Rest- und Abfallstoffen können im Botanischen Garten Berlin-Dahlem Stoffkreisläufe effektiv gestaltet werden. Dendromasse aus gehäckseltem Astschnitt und Stammholz wird in einem autothermen Gleichstrom-Festbettvergaser zu Biokohle umgewandelt. Erste hergestellte Biokohlen zeigen eine hohe Stabilität und sehr geringe Gehalte (0,05 mg/kg) an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Um den Einfluss der Biokohle auf die Kompostierung zu untersuchen, wurden verschiedene Ansätze in einer offenen Mietenkompostierung (Mietenvolumen ca. 10m³) mit und ohne Biokohle durchgeführt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die Zugabe von Biokohle eine Verbesserung des Kompostierprozesses (z.B. Feuchte, Geruch, Substratstruktur, Feuchtrohdichte) bewirkt. Zur Überprüfung des Einflusses von Komposten mit Biokohle auf die frühe Pflanzenentwicklung wurden Keimtests mit Kresse (Lepidium sativum) und Chinakohl (Brassica rapa subsp. pekinensis) durchgeführt. Signifikant fördernde Wirkungen konnten im Vergleich zu Kompost ohne Biokohle nur für die Wurzelentwicklung im Kressetest gemessen werden. Leachingversuche zeigen einen tendenziellen Einfluss der Biokohle auf das Nährstofffreisetzungsverhalten von Biokohlesubstraten. Die Mitkompostierung von Biokohle führt zu einer reduzierten Auswaschung von Nitrat, Phosphor, Magnesium, Calcium und Schwefel.

Der Einsatz von Kompost lohnt sich
© Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. (8/2014)
Für die Bodenfruchtbarkeit ist es unverzichtbar, einen ausreichend hohen Gehalt an organischer Substanz als Grundlage zu haben. Dabei liegt es in der Verantwortung des Flächenbewirtschafters, den Boden durch eine gezielte Humuswirtschaft in einem guten Zustand zu erhalten. Die Vorteile und positiven Effekte des Einsatzes von Kompost hat Holger Fechner von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zusammengefasst.

Kommunale Eckpunkte für ein Wertstoffgesetz
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (7/2014)
Die mögliche Weiterentwicklung der Verpackungsverordnung zu einem Wertstoffgesetz bestimmt nach wie vor die abfallpolitische Diskussion, nachdem in der letzten Legislaturperiode eine entsprechende Verabredung der damaligen Koalitionsfraktionen mangels politischer Konsensbildung der maßgeblichen entsorgungswirtschaftlichen Akteure nicht umgesetzt werden konnte. Nun soll in dieser Legislaturperiode ein neuer Versuch unternommen werden, die rechtlichen Voraussetzungen für die gemeinsame Erfassung von Verpackungsabfällen und stoffgleichen Nichtverpackungsabfällen zu schaffen.

Gärreste im Ackerbau effizient nutzen
© Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. (6/2014)
Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat unter diesem Titel ein umfangreiches Merkblatt zur Anwendung von Gärresten im Ackerbau herausgegeben. In 7.500 Biogasanlagen werden neben Strom und Wärme derzeit rund 60 Mio. t an Gärresten produziert. Diese werden als organische Dünger nahezu ausschließlich im Ackerbau und auf Grünland eingesetzt.

Novelle der Düngeverordnung und Konsequenzen für die Verwertung von Gärresten und Komposten
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2014)
Die Düngeverordnung (DüV) regelt die gute fachliche Praxis der Düngung und das Vermindern von stofflichen Risiken durch die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln. Die Düngeverordnung dient gleichzeitig der Umsetzung der Nitratrichtlinie (Richtlinie zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen, 91/676/EWG – NRL).

Position der BGK zu ‚Biokunststoffen‘
© Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. (4/2014)
Die Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) hat eine neue Position zu 'Biokunststoffen' herausgegeben. Darin bekräftigt die BGK ihre ablehnende Haltung gegenüber einer Verwertung dieser Stoffe auf dem Wege der Kompostierung. Vor dem Hintergrund der Getrenntsammelpflicht für Bioabfälle ab 2015 gemäß dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz öffnet sich die BGK jedoch auch für die den Einsatz von Bioabfallbeuteln für organische Küchenabfälle, sofern bestimmte Voraussetzungen gegeben sind.

Störstoffgehalt im Biomüll - Möglichkeiten und Lösungen zur Reduktion
© DGAW - Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (3/2014)
Vor dem Hintergrund einer effizienten Verwertung von biogenem Material wurden im Zollernalbkreis Bioabfälle von Privathaushalten nach ihrem Störstoffanteil untersucht. Die Analyse zeigt, dass der Fremdstoffanteil in der Biotonne bei durchschnitttlich 9,9 Gew.-% liegt. Ein wesentlicher Anteil der Störstoffe besteht aus Kunststoffen, die den Prozess der optimalen Verwertung erheblich stören. Folglich müssen Maßnahmen umgesetzt werden, die eine Minimierung des Kunststoffanteils, aber auch anderer Störstofffraktionen herbeiführen.

Kombination von Vergärung mit Abfallverbrennung – energetische und wirtschaftliche Synergien –
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (1/2014)
Wer heute über die Anpassung von Abfallwirtschaftskonzepten diskutiert, wird wohl besonders die im Kreislaufwirtschaftsgesetz formulierte Vorgabe der getrennten Sammlung von Bioabfällen ins Auge fassen. Gerade in Gebietskörperschaften ohne Biotonne und seit Jahren eingeführter thermischer Verwertung des Restabfalls (mit Organik) über ein Abfallheizkraftwerk ist es naheliegend über den tieferen Sinn der Trennung der Stoffströme nachzudenken und Handlungsoptionen zu erwägen.

Energetische Verwertung der Rückstände aus Biogasanlagen und Kompostierwerken zur Gestehung von Strom, Wärme und Biokohle
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (1/2014)
Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten sowie der aktuellen Diskussionen um Klima- und Ressourcenschutz geht es bei der biologischen Behandlung von Bioabfällen nicht mehr allein um die Erzeugung eines hochwertigen Kompostes. Vielmehr zielen aktuell laufende Optimierungsmaßnahmen darauf ab, die derzeit immer noch überwiegend rein stoffliche Verwertung des Bioabfalls durch eine energetische Verwertung zu ergänzen.

Pflanzenkohle, Qualischnitzel und Terra-Preta Nährhumus – Mehrwert aus Baum- und Strauchschnitt
© ANS e.V. (am Leichtweiß-Institut der TU Braunschweig) (10/2013)
Für die Landwirte sind einerseits die Nebenerwerbe aus der Grüngutverwertung und der Verkauf von Humuskomposten und andererseits die Eingliederung der Kompostierung in den Betriebskreislauf mit einem Boden verbessernden Humuswirtschaft wichtige Ziele. Deshalb holten wir uns Hilfe bei der Firma Hildebrandt/Lübke aus Oberösterreich, die uns anerkannte Fachpersonen für Schulungen und Beratung zur Seite stellten. Heute, nach gut 15 Jahren Humuswirtschaft, können die Verora Gesellschafter bei ihren Böden beachtliche Steigerungen der Humusgehalte und der Bodenfruchtbarkeit gegenüber Nachbarböden feststellen.

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