Zur abfallrechtlichen Genehmigung von Photovoltaikanlagen auf Deponien
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (3/2013)
Sobald die Deponie stillgelegt ist und sich ab diesem Zeitpunkt in der Nachsorgephase befindet, steht für die Errichtung einer Photovoltaikanlage ein abfallrechtliches Genehmigungsverfahren nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen ist das erforderliche Genehmigungsverfahren dem jeweiligen länderspezifischen Bauordnungsrecht zu entnehmen, in das die zuständige Abfallbehörde einzubeziehen ist.

Pflichten des Deponiebetreibers nach der Betriebssicherheitsverordnung – Abnahme, Prüfung, Dokumentation, Schulung
© Verlag Abfall aktuell (3/2013)
Der Betreiber von Deponiegasanlagen sieht sich als Arbeitgeber verschiedenen Rechtsnormen zum Schutz seiner Mitarbeiter vor Arbeitsunfällen gegenüber. Diese sind im Wesentlichen: Arbeitsschutzgesetz, Sozialgesetzbuch, Bundesimmissionsschutzgesetz, Chemikaliengesetz.

Sonderabfalldeponie Hoheneggelsen - Standortbestimmung im Rahmen der Nachsorgephase
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2012)
Wenn die zuständige Behörde zu dem Schluss kommt, dass aus dem Verhalten einer stillgelegten Deponie zukünftig keine Beeinträchtigungen des Wohls der Allgemeinheit zu erwarten sind, kann sie die Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen aufheben und den Abschluss der Nachsorgephase feststellen. Für die als Grubendeponie betriebene Sonderabfalldeponie Hoheneggelsen erfolgt anhand des derzeitigen Deponieverhaltens unter Berücksichtigung der besonderen standortspezifischen Verhältnisse eine erste Standortbestimmung auf dem Weg zur Entlassung aus der Nachsorge.

Kohlenstoffsenke MBA-Deponie – Auswertung von Langzeit- inkubationsversuchen
© Montanuniversität Leoben (11/2012)
Aus den Ergebnissen von 55 Langzeitlaborversuchen zur Bestimmung der Gasbildung (gemäß Ö-NORM S2027 Teil 2, 2012) von Materialien aus MBA-Anlagen und Altdeponien wurde deren Gasbildungspotential abgeschätzt. Dazu wurde in einem ersten Schritt ein mathematisches Modell (log-Normalverteilungsfunktion) der Gasbildung entwickelt, mit dessen Hilfe der Gasbildungsverlauf bis zum Ende der Gasbildung extrapoliert werden kann. Aus dem Kohlenstoffgehalt der Materialien und dem abgeschätzten Gasbildungspotential wur-de ein wahrscheinlicher End-TOC-Wert des Deponiegutes errechnet. Diese erste Abschätzung lässt für ordnungsgemäß behandelte MBA-Materialien (Grenzwert der Deponieverordnung für GS21 wird eingehalten) einen End-TOC-Wert von > 10 % TM erwarten.

depSIM: numerische 3D-Simulation – neue Potentiale für alte Deponien
© Montanuniversität Leoben (11/2012)
Siedlungsabfalldeponien haben ein äußerst inhomogenes und komplexes Innenleben. In ihnen sind Materialien unterschiedlichster Herkunft und Eigenschaft vertreten. Die organischen Be-standteile mit ihrem Potenzial zur Deponiegasbildung stehen hierbei im besonderen Fokus. Un-ter der Beteiligung verschiedener Bakterien wird das organische Material im Deponiekörper für kurze Zeit aerob, danach die längste Zeit anaerob umgesetzt und das über einen Zeitraum von bis zu 200 Jahren, siehe Abb. 1. Das Endprodukt dieser organischen Umsetzung sind neben Spurenelementen im Wesentlichen Kohlendioxid (ca. 45 %) und Methan (ca. 55 %). Beide Gase werden als Treibhausgase eingestuft, wobei das Methan im Vergleich zu Kohlendioxid eine über das 23-fache höhere Wirkung (aufgrund des COP-Beschlusses ab 2012) auf die Klimaer-wärmung hat. Hieraus leitet sich die Auflage ab, dass Deponiegasemissionen kontrolliert abge-führt werden müssen.

Sanierung Deponie Bonfol: Technisch und organisatorisch eine Herausforderung
© Montanuniversität Leoben (11/2012)
2000 wurde auf der Basis der schweizerischen Altlastenverordnung die Sanierung der Sonder-mülldeponie Bonfol im Kanton Jura (Nordwestschweiz) gefordert. Seitdem arbeiten zahlreiche Experten daran, modernste Technik in vielen Bereichen zusammenzuführen und aufeinander abzustimmen. Denn bislang gibt es weltweit kaum Erfahrungen mit der definitiven Sanierung einer rund 180 Meter langen, rund 120 Meter breiten und bis zu 10 Meter tiefen Deponie, die zum überwiegenden Teil Abfälle aus der chemischen Produktion enthält.

Wasserhaushaltsschicht als Oberflächenabdeckung der Deponie Siggerwiesen
© Montanuniversität Leoben (11/2012)
Mit der österreichischen Deponieverordnung (2008) wurde der Einsatz von alternativen Ober-flächenabdeckungssystemen, wie z.B der Wasserhaushaltsschicht möglich. Weiters sind bei De-ponien mit hohen biologisch abbauraren Abfällen temporäre Abdeckungen zur Optimierung des Wasserhaushaltes im Deponiekörper vorgesehen.

Adäquate Reinigung und Überwachung von Deponieentwässerungssystemen
© Montanuniversität Leoben (11/2012)
Das Entwässerungssystem einer Deponie stellt einen unverzichtbaren Bestandteil des Abdich-tungssystems, speziell an der Deponiebasis dar. Die in die Flächendränage integrierten geloch-ten bzw. geschlitzten Entwässerungsleitungen (nach dem früheren Standard aus Ton oder Stein-zeug, nach dem derzeitigen Stand der Technik aus PE-HD) haben die Aufgabe, das anfallende Sickerwasser aus dem Deponiekörper abzuleiten und einer entsprechenden Behandlung zuzu-führen. Treten in diesem wichtigen Teil des Bauwerks Deponie Schäden auf, so kann dies be-kannterweise fatale Folgen für die Abdichtung und demzufolge auch für die Umwelt haben. Als Präventivmaßnahme werden deshalb seit etlichen Jahren Hochdruckreinigungen und Kanalin-spektionen in eben diesen Systemen durchgeführt, mit der Aufgabe die Entwässerungsfunktion der Rohre zu erhalten, Veränderungen der Rohrwandung bzw. bereits aufgetretene Schäden op-tisch zu erfassen und die entsprechenden Maßnahmen bis hin zur Sanierung einzuleiten.

Erfassung und Sanierung von Schäden in Deponieentwässerungsleitungen
© Montanuniversität Leoben (11/2012)
Deponieentwässerungsleitungen haben eine bedeutende Rolle im Lebenszyklus einer Deponie. Ordnungsgemäß funktionierende Entwässerungsleitungen sind deshalb für jeden Deponiebetrei-ber von hoher Bedeutung. Sowohl in der Deponieverordnung (DepV) wie auch in der zwischen-zeitlich außer Kraft getretenen TA Siedlungsabfall (TASI) wird die Bedeutsamkeit dieser Lei-tungen für die Betriebs- als auch für die Nachsorgephase explizit hervorgehoben. Daher muss deren Wartung aus Betriebsgründen zu jedem Zeitpunkt sichergestellt sein, erforderliche Sanie-rungen sollten aus Kostengründen frühzeitig erfolgen.

Beurteilung der Funktionsfähigkeit von Methanoxidationsschichten
© Montanuniversität Leoben (11/2012)
Im Freistaat Sachsen sind derzeit mehr als zehn Deponien mit Systemen zur passiven Deponie-gasentsorgung mittels Gasverteiler- sowie Methanoxidationsschicht ausgestattet. Damit zählt Sachsen zu den Regionen, in denen bisher eine vergleichsweise große Anzahl von derartigen Systemen, insbesondere auf oberflächengedichteten Deponien, umgesetzt wurde. Dabei kom-men unterschiedliche Systeme zur Ausführung, die sich sowohl in der Tiefenlage und Dimensi-onierung der Gasverteilerschicht als auch in ihrer Form und Aufbau der Schicht (Flächen, Rigo-len) sowie im Oberbodenmaterial unterscheiden. Auf den meisten der mit diesen Systemen ausgerüsteten Deponien werden begleitende Messungen hinsichtlich der Deponiegaszusammen-setzung, der Abström- und Einleitmengen in die Gasverteilerschicht sowie auch Flammen-Ionsisations-Detektor (FID) - Messungen auf der Deponieoberfläche durchgeführt.

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