Landfill Mining: Harzer Halden als Beitrag zur Rohstoffeffizienz
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2013)
Bestrebungen, die Versorgung mit wirtschaftsstrategischen Metallen und Mineralien sicher zu stellen, haben zu einem gesteigerten wirtschaftlichen und politischen Interesse für das Landfill Mining in Deutschland und Europa geführt. Vor diesem Hintergrund wird im Harz derzeit ein BMBF-Forschungsprojekt zur Bestimmung des Wertstoffpotenzials und dessen Nutzbarmachung durchgeführt.

Phosphor- und Metallpotenziale in Altdeponien
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (3/2013)
Die globale Rohstoffsituation hat sich mit dem teilweise rasanten Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren deutlich verändert. Die Industrienation Deutschland ist als rohstoffarmes Land besonders von dieser globalen Entwicklung betroffen. Vor diesem Hintergrund gilt es, Strategien zu entwickeln, um die knapper und teurer werdenden Ressourcen zu substituieren. Einen Baustein dieser Strategie kann die Erschließung anthropogen geschaffener Lagerstätten, wie z. B. Deponien, bilden. In diesem Beitrag sollen auf Grundlage der heute bekannten Reichweiten geogener Rohstoffe Knappheiten aufgezeigt und das theoretische Substitutionspotenzial beispielhaft für Metalle und das Element Phosphor ermittelt werden, das sich aus den in den deutschen Deponien und Hüttenhalden lagernden Rohstoffen ergibt.

Landfill Mining – ein Beitrag der Abfallwirtschaft für die Ressourcensicherung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (3/2013)
Der Rückbau von Deponien mit der Prämisse auf möglichst umfassendem Recycling und das Flächenrecycling sind grundsätzlich machbar. Details zur angewandten Technik stehen allerdings nicht in ausreichend belastbarer Form zur Verfügung. Insbesondere mangelt es an spezifischen Informationen über die Quantität und Qualität der im Deponiekörper eingebauten Stoffe und der hieraus erzielbaren Produktqualitäten. Die verfügbaren Daten stammen darüber hinaus vornehmlich aus der Zeit von 1985 bis 1995. Erfahrungen mit dem Einsatz effizienter Aufbereitungs- und Sortiertechnologien, wie sie speziell in den letzten Jahren entwickelt wurden, liegen nicht vor.

Leitfaden für Genehmigungsverfahren nach Umsetzung der IED-Richtlinie
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (3/2013)
Die Umsetzung der IED hat auf Genehmigungsverfahren zur Neuerrichtung sowie zur wesentlichen Änderung von IED-Anlagen erheblichen Einfluss. Insbesondere werden die BVT-Merkblätter sowie die BVT-Schlussfolgerungen die technische Prüfung der Antragsunterlagen stark beeinflussen. Sobald für Abfallentsorgungsanlagen und Abfallverbrennungsanlagen revidierte BVT-Merkblätter sowie BVT-Schlussfolgerungen vorliegen, wird die Diskussion um die Einhaltung der darin vorgesehenen assoziierten Emissionswerte die Genehmigungsverfahren dominieren. Gerade mit Blick auf mögliche Verbandsklagen werden die Genehmigungsbehörden auf diesen Aspekt ein besonderes Augenmerk richten.

Landfill Mining aus ökologischer und ökonomischer Sicht
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (3/2013)
In Deponien befinden sich Rohstoffe, die einer Verwertung zugeführt werden können. Landfill Mining zielt nicht nur auf die Vermeidung der mit der Nachsorge von Deponien verbundenen Lasten, sondern auch auf die Rückgewinnung anderweitig nutzbarer Flächen sowie die Gewinnung, Aufbereitung und Nutzung wertvoller Ressourcen. Ob die damit angestrebten Nutzen angesichts der mit dem Rückbau und der Aufbereitung der Materialien verbundenen Lasten aus ökologischer wie aus ökonomischer Sicht überwiegen und welche Strategien hierbei zielführender sind, soll mit einem Forschungsprojekt genauer untersucht werden. Die ersten Ergebnisse werden auf der Tagung vorgestellt werden.

Aktuelle Entwicklungen im deutschen Deponierecht
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (3/2013)
Das deutsche Deponierecht erfährt immer wieder Veränderungen, häufig durch europäische Vorgaben ausgelöst. 2009 wurden sechs deutsche Vorschriften zur Vereinfachung des Deponierechts zur neuen Deponieverordnung (DepV 2009) zusammengefasst. Mit der Ersten Änderungsverordnung (DepV 2011) musste eine von der Europäischen Kommission angemahnte Gleichwertigkeitsregelung für ausländische Produkte für Deponieabdichtungen aufgenommen werden. Die Umsetzung der Richtlinie über industrielle Emissionen führt unter anderem zu umfangreichen zusätzlichen Überwachungs- und Meldepflichten in der DepV. Mit der Zweiten Änderungsverordnung (DepV 2013) wird die Möglichkeit der Lagerung metallischer (flüssiger) Quecksilberabfälle in Deponien und Langzeitlagern nach europäischen Vorgaben geregelt. Bei all diesen Gelegenheiten wurden von der Bundesregierung und den beteiligten Kreisen regelmäßig viele weitere Änderungen in die DepV eingebracht.

Oberflächenabdichtung mit Deponieersatzbaustoffen - Eigungsnachweis und -beurteilung, Genehmigung nach DepV & BQS, Qualitätssicherung
© Universität Stuttgart - ISWA (3/2013)
Deponieersatzbaustoffe nach heutigem Sprachgebrauch kamen in den späteren 90er Jahren als Reststoffe und Sekundärbaustoffe vornehmlich in Deponieabdichtungen auf den Markt, um durch die Verwertung von Reststoffen, d.h. Abfällen wie z.B. Aschen, Schlacken, Stäuben und Schlämmen als Bestandteil von meist mineralischen Abdichtungen wirtschaftliche Vorteile zu erzielen und gleichzeitig natürliche Ressourcen zu schonen. Publizierte Beispiele waren z.B. die wasserglasvergütete Reststoffdichtung aus Klärschlämmen nach Belouschek und Kügler oder auch die Abdichtungen aus Rest- und Entfallstoffen der Stahlindustrie, z.B. aus Gichtschlämmen und Pfannenschlacke der AG der Dillinger Hüttenwerke. Ebenfalls unter die Überschrift Rest-, Sekundär- bzw. Ersatzbaustoffe kann man Abdichtungen aus Baggergut einordnen. Prominentestes Beispiel sind die Oberflächenabdichtungen der Schlickdeponien Francop und Feldhofe aus METHA-Schlick der bei der Aufbereitung von Baggergut aus dem Hamburger Hafen anfällt. Hierfür gibt es eine Eignungsbeurteilung der LAGA Ad-hoc-AG „Deponietechnische Vollzugsfragen“.

Technische Umsetzung der Methanoxidation bei Deponien
© Universität Stuttgart - ISWA (3/2013)
Das Potenzial der mikrobiellen Methanoxidation zur Verminderung so genannter Schwachgasemissionen wurde vielfach erkannt und hat Eingang in die 2009 in Kraft getretene Deponieverordnung gefunden. Der jüngste IPCC Bericht führt die Methanoxidation in Biofiltern oder optimierten Deponieabdeckschichten als Schlüsseltechnologie zur Reduzierung deponiebürtiger Methanemissionen an. Seit Neuerem hat UNFCC (2011) die Methanoxidation als Instrument im Handel mit Kohlendioxidzertifikaten zugelassen.

Was geht heute noch auf die Deponie? – Ersatzbaustoffe versus Deponiegut
© Universität Stuttgart - ISWA (3/2013)
Deponiebetrieb in Baden-Württemberg Die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt einen steten Rückgang der deponierten Abfallmengen. Der größte Rückgang geht auf das Ablagerungsverbot nicht vorbehandelter organikreicher Abfälle im Jahr 2005 zurück.

In-Situ-Aerobisierung auf der Deponie Dorfweiher – Ergebnisse aus und nach 3 Jahren
© Universität Stuttgart - ISWA (3/2013)
Ein Abschnitt der Deponie Konstanz-Dorfweiher wurde, mit dem Ziel, die Nachsorgedauer zu verkürzen, über drei Jahre durch Intervallbelüftung auf verschiedenen Druckniveaus aerobisiert (EISBER-Verfahren). Ein umfangreiches Messprogramm diente dazu die Entwicklung von Temperaturen und Gaszusammensetzung im Deponiekörper, sowie die Emissionen zu dokumentieren. Der Temperaturverlauf in verschiedenen Tiefen wurde als guter Indikator für den aeroben biologischen Abbau identifiziert. Die Methanemissionen konnten durch die Aerobisierung in dieser Zeit deutlich gesenkt werden. Setzungsvorgänge im Deponiekörper wurden wesentlich beschleunigt. Die Belüftungsphase endete nach 36 Monaten. Seit Januar 2013 läuft ein zweijähriges Monitoring um das Verhalten der wichtigsten Parameter weiter zu dokumentieren.

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