Bau von Stauraum in der Mischwasserkanalisation von Berlin-Charlottenburg
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (3/2015)
Um bei starkem Regen Mischwasserüberläufe in den Landwehrkanal zu verhindern, erweitern die Berliner Wasserbetriebe in Berlin-Charlottenburg unter der Fasanen und der Kantstraße die bestehende Kanalisation hydraulisch und bauen sie auf 1,8 Kilometer Länge zu einem bewirtschafteten Stauraumkanal mit einer Kapazität von 2.700 Kubikmetern um. Ein erster, 542 Meter langer Abschnitt, auf dem auch eine U-Bahn-Linie unterquert wurde, ist bereits fertiggestellt. Der neue Kanal in Dimensionen DN 1600 bis DN 1400 im anstehenden Grundwasser wird ausschließlich im Vortrieb errichtet, wobei im ebenso schmalen wie dicht belegten Straßenraum der schwierige Baugrund zu den zentralen Herausforderungen gehört.

Emscher BA 40 – ein Abwasserkanal in Tübbingbauweise
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2014)
Die Emschergenossenschaft realisiert seit 2009 den Bau des Abwasserkanals Emscher. Parallel zum Fluss entsteht eine tief liegende Kanalstrecke als einer der Hauptsammler für das Ruhrgebiet. In einem Abschnitt findet die Tübbingbauweise für einen rund 10 km langen Doppelrohrkanal Anwendung. Bei dieser Bautechnik stellen sich besondere Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich des zur Ausführung kommenden Durchmessers DN 2.600 mm.

Gradmesser für Verschmutzung: Steuerung von Regenwasser schützt vor Abwässern
© Deutscher Fachverlag (DFV) (10/2014)
Ein satter Regenguss nach einem heißen Sommertag kann für natürliche Gewässer zur unappetitlichen Belastung werden. Mit dem Regenwasser vermischen sich Brems- und Reifenabrieb auf vielbefahrenen Straßen zu einer giftigen braunen Brühe, die dann über Gullis in die Kanalisation und von dort in die Natur fließt – zum Beispiel in den nächsten Badesee.

Ein „großes Maul“ aus GFK für Unnas Kortelbach-Sammler
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2014)
Der Kortelbach-Sammler ist ein vor Jahrzehnten verrohrter und ins Kanalnetz der Stadt Unna integrierter begehbarer Maulprofil-Kanal. Schwerste Schäden und problematische Randbedingungen machten ihn zu einem dringlichen Sanierungsfall auf höchstem technischen Niveau. Die Sanierung durch ein Relining mit maßgefertigten GFK-Profilen setzte eine unterirdische Umleitung der Vorflut ebenso voraus wie eine teilweise Erneuerung der Bauwerkssohle: eine extreme Herausforderung für Planung, Projektvorbereitung und Baudurchführung.

Gesamtheitliche Kanal-TV-Inspektion als Basis zur Sanierungsplanung
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2014)
Täglich werden viele Kanäle erneuert, repariert oder saniert. Eine nachhaltige Kanaluntersuchung ist in den wenigsten Fällen Basis für eine gesamtheitliche Sanierungsplanung. Gesamtheitlich heißt, dass alle Rohre, also auch die Anschlusskanäle, genauestens untersucht und in der Lage vermessen sind bzw. in 3D dargestellt werden. Der Einsatz eines Kamerasystems mit elektronischer Lagevermessung, welches auch verzweigte Hausanschlüsse untersuchen kann, ist hierfür unabdingbar. Vorgestellt wird ein Modellprojekt zur Sanierungsplanung von Abwasserleitungen in der Sächsischen Gemeinde Weinböhla, bei dem im Rahmen einer Kanal-TV-Inspektion 3D-Technik zur Erfassung von Haupt- und Anschlussleitungen eingesetzt wurde.

Grundstücksentwässerung in NRW – Lünen sieht Riesenchance für Umsetzung
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2014)
Nach der Novelle des nordrhein-westfälischen Landeswassergesetzes zur Überwachung von Grundstücksentwässerungen sind die Reaktionen der Kommunen landesweit sehr unterschiedlich. Beim Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen (SAL) denkt man gar nicht daran, die intakte Grundstücksentwässerung als Thema von der Agenda zu streichen, wie es derzeit vielerorts geschieht. Im Gegenteil: Das Potenzial, das die novellierte Rechtslage bietet, wird zu einem Update des Lüner Modells genutzt, welches die Prüfung der Anschlusskanäle nun mit der Inspektion der öffentlichen Kanalisation verbindet.

Sanierung privater Kanäle
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2014)
Es steht schlecht um die privaten Leitungsnetze: Fachleute aus der Grundstücksentwässerung sprechen davon, dass rund die Hälfte der privaten Kanäle beschädigt sind. Verschiedene Sanierungstechniken stehen zur Auswahl. Ziel bei der Sanierung der Grundstücksentwässerung ist, dichte, standsichere und betriebssichere Abwasserleitungen über eine angestrebte Nutzungsdauer herzustellen.

Würzburg testet erstmals GFK-Einzelrohr-Lining
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2014)
Bei einer Überprüfung der Kanäle im städtischen Netz von Würzburg wurden u. a. Schäden im Hauptsiel 1 festgestellt - dem wichtigsten Zulaufkanal zur Kläranlage. Bei der Sanierung kamen auf einer Länge von ca. 875 m werksseitig hergestellte GFK-Rohre 2.110/1.260 mm zum Einsatz. Zudem gehörten die Kalibrierung, die Wasserhaltung, die Gerinnewiederherstellung und Angleichung in den angrenzenden Schächten, die Sanierung von Anschlussleitungen und die Erneuerung der Sinkkästenanschlüsse zum Sanierungsumfang.

Der kritische Zustand von Abwasserkanälen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2014)
Die statistisch-stochastischen Modellierungen des kritischen Kanalnetzzustandes für Kanäle im und oberhalb des Grundwassers werden beschrieben. Der kritische Kanalzustand beschreibt den Übergang der Kanalhaltungen von der Reparatur- in die Sanierungszone, der für den Kanalbetrieb eine besonders wichtige Rolle spielt.

Kanalsanierung im Herzen Hamburgs
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (9/2014)
Bereits 1842 begann die Hansestadt Hamburg, eine moderne Kanalisation zu errichten. Viele historische Kanäle – in Hamburg Siele genannt – sind immer noch in Betrieb und erfüllen wichtige Funktionen in der Entwässerung. Altersbedingt zeigen einige jedoch Sanierungsbedarf. Die Arbeiten gestalten sich nicht immer einfach, denn die historischen Stammsiele liegen im Herzen der Innenstadt und verlaufen mitunter in geringer Tiefe. Hohe Verkehrsbelastung, dichte Bebauung und anspruchsvolle Bodenverhältnisse erschweren die Arbeiten, wie ein Beispiel aus dem Stadtteil Hohenfelde zeigt. Dort erneuert Hamburg Wasser mit dem Kuhmühlen-Stammsiel und dem Geest-Stammsiel zwei der riesigen „Oldies“.

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