Zukunftsorientierte Anpassungsmaßnahmen für die Abwasserinfrastruktur – Über- und Unterlast-Szenarien rechtzeitig begegnen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2016)
Die Zukunft beginnt heute. Dies gilt für uns Menschen, unsere Bedürfnisse und unser urbanes Umfeld. Mit welchem Wasserversorgungs- und Entwässerungskomfort wir leben, wo wir leben und wie wir dort mit Stadtentwicklung umgehen. Wir wollen in lebenswerten Städten leben, in hygienisch sicheren und möglichst attraktiven Stadtquartieren, mit einer funktionierenden Grundversorgung an Strom, Wasser, Energie, neben Nah- und Fernverkehr und Telekommunikationsnetzen schließlich mit effektiven Abwassertransportnetzen. Wir wollen auch eine hohe Qualität der Oberflächengewässer, die durch geeignete Maßnahmen im Stadtgebiet und an Kläranlagen den zukünftigen Veränderungen gerecht werden sollen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt KURAS liefert hierzu Methoden zu ganzheitlichen Betrachtungsansätzen und erste Anpassungsoptionen.

Wasserverlustmonitoring 4.0 – softwaregestützte Leckerkennung
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2016)
Mit der Anpassung des Ansatzes von „Industrie 4.0“ auf die Methodik „Wasserverlustmonitoring 4.0“ sind die Zusammenführung aller vorhandenen Informationsquellen in einem Versorgungssystem sowie die permanente Auswertung und zeitnahe Verfügbarkeit der Bewertung gemeint. Anhand des Fallbeispiels der Stadtwerke Fellbach wird die Vernetzung der einzelnen Informationsquellen, wie die permanenten Zustandsdaten (Durchflussdaten) und die Daten zum Versorgungsnetz (hydraulisches Rechennetzmodell), aufgezeigt. Entsprechend der „4.0“-Methodik erfolgt die Integration der Information und die Anwendung von Cloud-Technologie zur zeitnahen Auswertung und Präsentation der Ergebnisse.

Wasser für die Stadt am Meer: Küstennähe als Kostentreiber in Husum
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2016)
Durch Salzwasser gefährdetes Trinkwasser, sinkende Wasserabgabe, zum Teil überdimensionierte Brunnen und Netze: Mit diesen Herausforderungen sieht sich die Stadtwerke Husum Netz GmbH seit geraumer Zeit konfrontiert. Der Wasserversorger hat daher ein ganzheitliches Sanierungskonzept entwickelt, das er sukzessive umsetzt. Ziel der Maßnahmen ist es, die Trinkwasserinfrastruktur vor Ort an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Zentrale Elemente bei der Umsetzung sind Verbraucherverhalten, Dimensionierung und die Erlösstruktur.

Großprojekt Emscherumbau
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (5/2016)
Bereits seit 1992 plant und realisiert der öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsverband Emschergenossenschaft in einem Mammutprojekt den Umbau des Emscher-Systems. Die Metropolregion Ruhrgebiet erhält damit eine komplett neue und moderne wasserwirtschaftliche Infrastruktur. Insgesamt werden dafür über 400 km an neuen Abwasserkanälen, Pumpwerken und Regenwasserbehandlungsanlagen gebaut – teilweise in Tiefen bis zu 40 m. Die Emscher ist als zentraler Fluss des Ruhrgebiets heute schon auf über 20 km Länge bis Dortmund abwasserfrei umgestaltet. Im westlichen Abschnitt und einigen Nebenläufen wird intensiv an der Entflechtung gearbeitet, um den Menschen der Region die heute noch offenen Schmutzwasserläufe als renaturierte Gewässer zurückgeben zu können.

Flutung – grabenlose Sanierung von Rohrleitungen durch außenliegende Silikatpackungen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (2/2016)
Fachleute schätzen, dass zwischen 60 und 80 % der Grundstücksentwässerungsanlagen in Deutschland undicht sind. Das erzeugt nicht nur Probleme hinsichtlich der Grundwasserhygiene und der Ökologie, sondern treibt durch die Fremdwasserproblematik auch die Kläranlagen an ihre Grenzen. Was aber tun mit kleinen verzweigten Netzen, die nicht selten unter Bodenplatten von Häusern oder unter Verkehrsflächen liegen? Vielleicht eine Lösung: Flutung. Aufgezeigt werden die Chancen und Grenzen des Verfahrens.

Bauausführung von Abwasserleitungen und -kanälen in geschlossener Bauweise
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (11/2015)
Leitungsbauverfahren in geschlossener Bauweise sind dadurch charakterisiert, dass vorgefertigte Rohre von einem Startschacht bis zu einem Zielschacht mittels hydraulischer Pressen vorgepresst oder eingezogen werden. Der für die Rohre erforderliche Hohlraum wird durch die Entnahme des Bodens, durch dessen Verdrängung oder durch eine Kombination beider Varianten hergestellt. Die verschiedenen Bauverfahren werden in Abhängigkeit der Größe der zu erstellenden Leitung in bemannte und unbemannte Verfahren sowie in Abhängigkeit der Maschinen- und Steuertechnik in steuerbare und nicht steuerbare Verfahren eingeteilt. Zudem lassen sich die Verfahren nach der Methode zur Erstellung des Hohlraums für die Rohre in Bodenverdrängungs- und Bodenentnahmeverfahren unterscheiden.

Bau von Stauraum in der Mischwasserkanalisation von Berlin-Charlottenburg
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (3/2015)
Um bei starkem Regen Mischwasserüberläufe in den Landwehrkanal zu verhindern, erweitern die Berliner Wasserbetriebe in Berlin-Charlottenburg unter der Fasanen und der Kantstraße die bestehende Kanalisation hydraulisch und bauen sie auf 1,8 Kilometer Länge zu einem bewirtschafteten Stauraumkanal mit einer Kapazität von 2.700 Kubikmetern um. Ein erster, 542 Meter langer Abschnitt, auf dem auch eine U-Bahn-Linie unterquert wurde, ist bereits fertiggestellt. Der neue Kanal in Dimensionen DN 1600 bis DN 1400 im anstehenden Grundwasser wird ausschließlich im Vortrieb errichtet, wobei im ebenso schmalen wie dicht belegten Straßenraum der schwierige Baugrund zu den zentralen Herausforderungen gehört.

Emscher BA 40 – ein Abwasserkanal in Tübbingbauweise
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2014)
Die Emschergenossenschaft realisiert seit 2009 den Bau des Abwasserkanals Emscher. Parallel zum Fluss entsteht eine tief liegende Kanalstrecke als einer der Hauptsammler für das Ruhrgebiet. In einem Abschnitt findet die Tübbingbauweise für einen rund 10 km langen Doppelrohrkanal Anwendung. Bei dieser Bautechnik stellen sich besondere Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich des zur Ausführung kommenden Durchmessers DN 2.600 mm.

Gradmesser für Verschmutzung: Steuerung von Regenwasser schützt vor Abwässern
© Deutscher Fachverlag (DFV) (10/2014)
Ein satter Regenguss nach einem heißen Sommertag kann für natürliche Gewässer zur unappetitlichen Belastung werden. Mit dem Regenwasser vermischen sich Brems- und Reifenabrieb auf vielbefahrenen Straßen zu einer giftigen braunen Brühe, die dann über Gullis in die Kanalisation und von dort in die Natur fließt – zum Beispiel in den nächsten Badesee.

Ein „großes Maul“ aus GFK für Unnas Kortelbach-Sammler
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2014)
Der Kortelbach-Sammler ist ein vor Jahrzehnten verrohrter und ins Kanalnetz der Stadt Unna integrierter begehbarer Maulprofil-Kanal. Schwerste Schäden und problematische Randbedingungen machten ihn zu einem dringlichen Sanierungsfall auf höchstem technischen Niveau. Die Sanierung durch ein Relining mit maßgefertigten GFK-Profilen setzte eine unterirdische Umleitung der Vorflut ebenso voraus wie eine teilweise Erneuerung der Bauwerkssohle: eine extreme Herausforderung für Planung, Projektvorbereitung und Baudurchführung.

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