Entwicklung von Kornaktivkohlen zur Entfernung von Spurenstoffen höherer Polarität© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (2/2013)
Bei der Trinkwasseraufbereitung stellt die wachsende Zahl in der aquatischen Umwelt nachweisbarer Stoffgruppen und Verbindungen mit höherer Polarität eine besondere Herausforderung dar. Für solche Stoffe besitzen die handelsüblich verfügbaren Aktivkohlen zur Wasserbehandlung keine ausreichende Affinität, sodass die Aufgabe in der Entwicklung geeigneter Produkte besteht. Am DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW) werden neu entwickelte Produkte auf ihre Anwendbarkeit in der Praxis getestet und bewertet. Über erste erfolgversprechende Ergebnisse wird nachfolgend am Beispiel der adsorptiven Entfernung von Arzneimitteln berichtet.
Die Problematik der intermittierenden Wasserverteilung© Oldenbourg Industrieverlag (1/2013)
Die zentrale Wasserversorgung in Entwicklungsländern ist nach wie vor von Mängeln geprägt. Dabei nimmt die Problematik der intermittierenden Wasserverteilung eine zentrale Rolle ein. Bei der intermittierenden Wasserverteilung wird das Rohrleitungsnetz für begrenzte Zeiträume mit Wasser beschickt und ist nicht wie in der technischen Konzeption vorgesehen kontinuierlich unter Druck mit Wasser gefüllt. Die periodische Befüllung und Entleerung des Rohrleitungsnetzes ist mit zahlreichen negativen Auswirkungen verbunden, die eine nachhaltig einwandfreie Wasserverteilung erschweren oder verhindern. Dieser Beitrag diskutiert mögliche Ursachen und Auswirkungen und gibt einen Überblick über die bekannten Ansätze zur Lösung der Problematik.
Entstehung einer modernen Trinkwasseraufbereitungsanlage unter ökologischen Gesichtspunkten© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (11/2012)
Der Trinkwasserzweckverband Strohgäu-Wasserversorgung mit Sitz in Korntal-Münchingen hat in Zusammenarbeit mit seiner Technischen Betriebsführung, der EnBW Regional AG, die Planung und Umsetzung eines neuen Wasserwerks zur Aufbereitung von oberflächennahem Grundwasser mittels Membrantechnologie realisiert. Strenge Auflagen der Behörden haben dazu geführt, dass besonders umweltschonende und nachhaltige Techniken zum Einsatz kommen werden. Die Inbetriebnahme des „grünen“ Wasserwerks ist für Ende 2012 geplant.
Zur Wirkung von verschiedenen Antiscalants zur Vermeidung von Kieselsäure-Scaling in Umkehrosmose-Anlagen© Oldenbourg Industrieverlag (10/2012)
Irreversibles Membran-Scaling durch Kieselsäure ist nach wie vor ein großes Problem beim Betrieb von Umkehrosmose-Anlagen. Antiscalants sollen hier Abhilfe schaffen, jedoch fehlen geeignete Prüfmethoden zur Auswahl und zur optimalen Dosierung eines geeigneten Antiscalants. Becherglas-Versuche zur Bestimmung der Wirksamkeit von Antiscalants reichen vor allem für den Fall von Kieselsäure-Scaling nicht aus, da u.a. Messungen mit einem konfokalem Laser-Scanning-Mikroskop belegen, dass bereits Schichten von einigen Zehntel Mikrometer eine irreversible Verblockung der Membran bewirken können. Daher wurde ein neues, Membran basiertes Testverfahren entwickelt und damit die Wirksamkeit von 13 Antiscalants für Kieselsäure bei verschiedenen pH-Werten (von 7,6 bis 9,0) und Kieselsäure-Konzentrationen (von 120 mg/L bis 275 mg/L) gemessen. Die Ergebnisse zeigen, dass zwei der untersuchten Antiscalants eine besonders gute Wirkung für Kieselsäure aufweisen.
Vergleich von Spülprozeduren für Tiefenfilter bei der Trinkwasserproduktion© Oldenbourg Industrieverlag (10/2012)
Durch vergleichende Untersuchungen im Pilotmaßstab wurde der Einfluss verschiedener Prozeduren der Filterspülung auf die Aufbereitungsleistung der Flockenfiltration im Sinne von Produktivität und hinsichtlich des Einsparpotenzials von Ressourcen erfasst und bewertet. Für die untersuchten Fälle konnte gezeigt werden, dass die Art und Weise der Spülprozedur praktisch keinen Einfluss auf die Produktivität der Flockenfiltration hat. Unter Verwendung des Extended Terminal Subfluidisation Wash (ETSW) konnten Verkürzungen der Erstfiltratphase und damit einhergehend geringere abzuschlagende Erstfiltratmengen erzielt werden, jedoch keine Produktivitätserhöhung insgesamt.
Auf dem Weg zu einem neuen Tarifmodell in der deutschen Wasserversorgung - Teil 1: Anforderungen aus Sicht eines Wasserversorgers, Prozessgestaltung und Datengenerierung © Oldenbourg Industrieverlag (7/2012)
Seit einigen Jahren befassen sich immer mehr Wasserversorgungsunternehmen mit der Umstellung ihrer Tarifsysteme. Demografischer Wandel, anhaltende Nachfragerückgänge und zunehmender Kosten- und Leistungsdruck sind hierfür die ausschlaggebenden Auslöser. Dabei ist eine solche Neuentwicklung von Tarifmodellen in der Wasserversorgung ein ambitioniertes Unterfangen. Die RWW hat diesen Weg beschritten.
In diesem ersten von zwei Artikeln wird zunächst ein Bewusstsein für die vielfältigen Anforderungen verschiedenster Stakeholder an eine Tarifmodellumstellung geschaffen. Dies begründet einen vergleichsweise komplexen, nahezu sämtliche Fachbereiche eines Wasserversorgers durchziehenden Prozess, in dessen Zentrum zunächst die Analyse von Strukturund Kundendaten sowie der darauf basierende Aufbau einer geeigneten Datenbasis stehen. Der Weg dorthin sowie die herausragende Bedeutung einer frühen und den Prozess begleitenden Kommunikation, insbesondere mit der Kommunalpolitik, sind Gegenstand dieses ersten Artikels. Die Gestalt des letztendlich von der RWW gewählten Tarifmodells wird in gwf-Wasser|Abwasser, Heft 9/2012, vorgestellt.
Neue Ansätze zur Analyse der Trinkwasserverwendung© Oldenbourg Industrieverlag (7/2012)
Bei Hamburg Wasser wurden feinauflösende Wasserzähler eingesetzt, um anschließend den Wassergebrauch mit einem amerikanischen Analyseprogramm auf einzelne Nutzungszwecke zu beziehen. In diesem Test wurde die Einsatzfähigkeit erfolgreich überprüft und die Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt. Die Anwendung ist anspruchsvoll, lässt aber eine tiefere Datenanalyse zu, als es bisher der Fall war.
Nickelfreisetzung in das Grundwasser und dessen Bindung bei der Wasseraufbereitung zu Trinkwasser (Nettetal/Niederrhein)© Oldenbourg Industrieverlag (7/2012)
Die Nickelfreisetzung in das Grundwasser zweier Trinkwassereinzugsgebiete am linken Niederrhein wurde untersucht. In beiden Gewinnungen wurde in erster Linie eine Versauerung des Grundwassers als auslösender Faktor ermittelt. Bei pH-Werten unterhalb von 6,5 wurden bei stark negativen Calcit-Sättigungsindizes erhöhte Nickelkonzentrationen im Grundwasser bestimmt. Die Nickelentfernung in der Wasseraufbereitung erfolgt durch Reaktion mit halbgebrannten Dolomit im Fall-Verrieselungs-Filter des Wasserwerkes Breyell. Das Nickel wird dabei an Manganoxiden und Calcit-Mineralen gebunden und damit sicher entfernt.