Das Wasserwerk Baursberg – Wasseraufbereitung der 3. Generation© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (4/2013)
Der bauliche Zustand der rund 90 Jahre alten Filter im Wasserwerk Baursberg von HAMBURG WASSER gab Anlass, die Anlage vollständig zu modernisieren. Neben einer hervorragenden Trinkwasserqualität wurden eine hohe Betriebsstabilität bei hohen Durchsätzen und langen Filterlaufzeiten sowie ein geringer Ressourcenverbrauch angestrebt. In diesem Beitrag wird die historische Entwicklung des ältesten Wasserwerkes von HAMBURG WASSER bis zu der neuen Filteranlage dargestellt.
Trinkwassernotbrunnen – Wasserversorgung in Extremsituationen© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (4/2013)
Die ursprünglich für den Verteidigungsfall konzipierte Trinkwassernotversorgung des Bundes nach dem Wassersicherstellungsgesetz kann auch bei anderen denkbaren Ausfällen in der öffentlichen Wasserversorgung zum Einsatz kommen. Neuere Gefährdungen werden dargestellt, ebenso wie Entwicklung, Konzeption, technische und organisatorische Besonderheiten bei der Umsetzung der Trinkwassernotversorgung sowie die Aspekte zur Wasserqualität.
Tracergasdetektionsmethode der Ville de Luxembourg zur Auffindung von Undichtigkeiten im Umfeld von Quellfassungsanlagen der Trinkwasserversorgung© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (4/2013)
Undichtigkeiten im Fassungsbereich von Quellfassungsanlagen sind oft die Hauptursache für bakteriologische Positivbefunde in Quellen. Bisher konnten in diesem Kontext nur aufwendige Tracertests und Bohrungen sowie laufende Beprobungen die präferenziellen Eintragstellen und den Eintragsmechanismus erkunden helfen. Mithilfe der Methode der qualitativen Tracergasdetektion wurden durch den Service des Eaux der Ville de Luxembourg erstmals Tests zum flächigen Aufspüren von Undichtigkeiten mittels Formiergas durchgeführt.
Modernisierung des Prozessleitsystems der Berliner Wasserversorgung© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2013)
Das Projekt LSW II gewährleistet für die Zukunft die Investitionssicherheit im Bereich der Automatisierungs- und Datentechnik bei den Berliner Wasserbetrieben. Durch eine konsequente Verwendung von weit verbreiteter Standardsoft- und -hardware von international aufgestellten Unternehmen wird eine größtmögliche Herstellerunabhängigkeit der Berliner Wasserbetriebe im Technologiebereich ermöglicht. Die hohe Verfügbarkeit der Automatisierungstechnik sowie aller Prozessdaten, Betriebsmeldungen und Alarme waren ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Projektes. Ermöglicht wurde dies durch die redundante Auslegung aller Ebenen von der Netzwerktechnik, der Visualisierung bis hin zur zentralen Datenerfassung.
Mathematisches Modell Trinkwasserbedarf© Oldenbourg Industrieverlag (2/2013)
Das mathematische Modell ist Bestandteil eines Visual Basic Computer-Programms. Es geht davon aus, dass die Gesamtheit eines Trinkwasser-Tagesbedarfs sich stets aus einer Vielzahl von Einzelentnahmen zusammensetzt und durch Simulationen unter Berücksichtigung von gewichteten Wahrscheinlichkeiten bestimmt werden kann. Alle rechnerischen auf der Basis von Messdaten zufällig ermittelten Wasserentnahmen werden so lange aufsummiert bis der vorgegebene Wasserbedarf als Zielgröße erreicht ist. Durch eine anschließende Transformation und Zusammenstellung wird eine Datei gebildet, die in ihrer Struktur identisch mit einer Messdaten erfassung bei Verwendung eines Datenloggers ist. Zur abschließenden Ermittlung der gesuchten Daten wie Ganglinien, Spitzendurchflüsse, Häufigkeitsverteilungen, Stillstände, Mittelpunkte der Haupteinsatzbereiche und Druckverluste in Wasserzählern werden dieselben Analysen im Computer-Programm verwendet, wie sie bereits zur Auswertung von Messdaten existieren. Zahlreiche Anwendungen anhand von Beispielrechnungen und Darstellungen in Grafiken belegen die Funktionalität des Modells. Vergleiche der erhaltenen Ergebnisse und Grafiken mit früher ermittelten Messdaten weisen bemerkenswerte Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen auf. Zur Verfeinerung der Ergebnisse sind statistische Ermittlungen von Verbraucherverhalten von Einzelpersonen im Rahmen der zu erwartenden Streubreite eine vordringliche Aufgabe zukünftiger Messprogramme.
Ermittlung wichtiger Einflussgrößen auf die Entfernung organischer Spurenstoffe bei der Uferfiltration in den USA und in Deutschland© Oldenbourg Industrieverlag (2/2013)
Uferfiltratstandorte in Deutschland und den USA wurden hinsichtlich ihrer Reinigungsleistung für verschiedene organische Spurenstoffe verglichen und daraus allgemeine Prinzipien abgeleitet. Wichtige Faktoren, die die substanzspezifische Reinigungsleistung beeinflussen, sind das Redoxmilieu, die Aufenthaltszeit, die Temperatur, das Abflussregime und die Ausgangskonzentration einer Substanz im Oberflächenwasser. Änderungen des Redoxmilieus können für unterschiedliche Substanzen gegensätzliche Wirkung auf die Reinigungsleistung entfalten.
Neubau einer Trinkwasserbehälteranlage in Bochum© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (2/2013)
Auch für einen Energie- und Wasserversorger gehört der Neubau einer Trinkwasserbehälteranlage, bestehend aus zwei Trinkwasserbehälterkammern und moderner Anlagetechnik, nicht gerade zum Arbeitsalltag. Die Stadtwerke Bochum machten es sich zur Aufgabe, einen Teil der Bochumer Wasserversorgung auf den neusten Stand zu bringen, Ersatzversorgung für die Bauzeit zu schaffen und historische Teile der Wasserversorgungsgeschichte zu erhalten.
Entwicklung von Kornaktivkohlen zur Entfernung von Spurenstoffen höherer Polarität© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (2/2013)
Bei der Trinkwasseraufbereitung stellt die wachsende Zahl in der aquatischen Umwelt nachweisbarer Stoffgruppen und Verbindungen mit höherer Polarität eine besondere Herausforderung dar. Für solche Stoffe besitzen die handelsüblich verfügbaren Aktivkohlen zur Wasserbehandlung keine ausreichende Affinität, sodass die Aufgabe in der Entwicklung geeigneter Produkte besteht. Am DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW) werden neu entwickelte Produkte auf ihre Anwendbarkeit in der Praxis getestet und bewertet. Über erste erfolgversprechende Ergebnisse wird nachfolgend am Beispiel der adsorptiven Entfernung von Arzneimitteln berichtet.