(Be-)Stellung des Gewässerschutzbeauftragten - Alte Regelungen im neuen Gewand?
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (3/2013)
Die Vorschriften über Stellung und Bestellung von Gewässerschutzbeauftragten sind seit über 35 Jahren in Kraft1. Im neuen WHG, das zum 1.3.2010 in Kraft getreten ist, bilden die Regelungen über den Gewässerschutzbeauftragten einen eigenen Abschnitt 4 im Kapitel 3 mit den §§ 64-66 WHG und haben die Vorgängervorschriften in den § 21a-g WHG a.F. abgelöst.

Aalleitern am Doppelschlitzpass Geesthacht
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2012)
Seitlich neben und im neuen Doppelschlitzpass am Wehr Geesthacht wurden zusätzlich vier Aalleitern installiert, um die Aufwanderung von Glas- und Steigaalen zu gewährleisten. Analog zu anderen Konstruktionstypen von Fischaufstiegsanlagen galt es dabei gleichermaßen die Anforderungen von Jungaalen an die Auffindbarkeit und an die Passierbarkeit dieser Wanderkorridore zu erfüllen. Unter Einsatz einer speziellen Monitoringstation wird ab der Aufstiegssaison 2012 die Funktionsfähigkeit der Aalleitern kontrolliert und das Aufstiegsgeschehen dokumentiert.

Einrichtungen zum Monitoring des Fischaufstiegs im Doppelschlitzpass Geesthacht
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2012)
Die beiden Fischaufstiegsanlagen am Wehr Geesthacht werden einem kontinuierlichen, mehrjährigen fischökologischen Monitoring unterzogen, um das Aufstiegsgeschehen an dem einzigen Wanderhindernis im etwa 700 km langen deutschen Abschnitt der Elbe zu dokumentieren und die Funktionsfähigkeit des neuen Doppelschlitzpasses zu überprüfen. Für die Evaluierung der Auffindbarkeit wird erstmals in großem Maßstab die Transpondertechnologie eingesetzt, bei der in den Fischaufstiegsanlagen positionierte Antennen das individuelle Wanderverhalten markierter Fische automatisch detektieren. Zudem wurde eine spezielle Fangkammer für den schonenden Nachweis von Aufsteigern aller Arten und Größen entwickelt, um die Datengrundlage für eine Beurteilung der Passierbarkeit des Doppelschlitzpasses zu erarbeiten. Diese Fanganlage bietet den mit dem Monitoring beauftragten Biologen sowie Fischwirten eine maximale Arbeitssicherheit und ermöglicht so auch bei hohen Abflüssen und unter widrigen Bedingungen ein kontinuierliches sowie aussagekräftiges Monitoring.

Ergebnisse nach einem Jahr fischökologischen Monitorings am Doppelschlitzpass Geesthacht
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2012)
Am Wehr Geesthacht findet seit Inbetriebnahme des neuen Doppelschlitzpasses ein umfangreiches Monitoring beider Fischaufstiegsanlagen statt. Tägliche Zählungen zeigen, dass der Doppelschlitzpass von etwa 8-mal mehr Individuen frequentiert wird, als das am gegenüber liegenden Ufer positionierte, alte Umgehungsgerinne. Auch das Artenspektrum ist mit 43 gegenüber 37 Arten umfangreicher. Mittels Transpondertechnologie werden zudem wichtige und vor allem artspezifisch unterschiedliche Erkenntnisse über die Auffindbarkeit der beiden Fischpässe gewonnen, wobei einige Arten den Doppelschlitzpass bevorzugen, andere das Umgehungsgerinne.

Physikalische Begleituntersuchungen zur Fischaufstiegsanlage am Elbewehr bei Geesthacht
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2012)
Bei den Planungen zum neuen Doppelschlitzpass am Elbewehr Geesthacht ergaben sich infolge der gegebenen Randbedingungen Fragestellungen, welche nur mit einem physikalischen wasserbaulichen Modell exakt beantwortet werden konnten: Die im Rahmen des numerischen Variantenstudiums erfolgte Voroptimierung der Schlitzgeometrie wurde hinsichtlich der Strömungsmuster und Geschwindigkeiten mit dem physikalischen Modell validiert. Zudem mussten für die statische Bemessung einzelner Anlagenbauteile die maßgebenden hydrodynamischen Belastungen ermittelt werden. Ferner wurde eine konstruktive Gestaltung der Dotationszuleitungen ohne Beeinflussung der Hauptströmungssignaturen in den betroffenen Schlitzpassbecken erarbeitet. Bei der Monitoringeinrichtung galt es unter anderem, Detailuntersuchungen zur hydraulischen Wirksamkeit der Leitrechen durchzuführen. In einem großskaligen ethohydraulischen Ausschnittsmodell, welches anhand der Strömungsparameter des physikalischen Modells kalibriert wurde, erfolgte der Nachweis für die Passierbarkeit der Schlitze auch fur schwimmschwache Fischarten.

Bilanz und Ausblick nach dem ersten Betriebsjahr des Doppelschlitzpasses Geesthacht
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2012)
Die Erfahrungen mit dem Bau und dem Betrieb des Doppelschlitzpasses Geesthacht sind durchweg positiv. Der hohe konstruktive Aufwand zieht entsprechende Aufstiegsergebnisse nach sich, die eine uneingeschränkte Funktionsfähigkeit nachdrücklich unterstreichen. Aber kann solch eine Ausnahmekonstruktion als Vorbild für Fischaufstiegsanlagen an anderen Standorten und in anderen Flüssen herangezogen werden?

Numerische Modelluntersuchungen im Rahmen der Planung der Fischaufstiegsanlage Geesthacht
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2012)
Im Jahr 2010 wurde die größte beckenartige Fischaufstiegsanlage Europas am Wehr Geesthacht (Elbe) in Betrieb genommen. Seither passieren Fische unterschiedlichster Arten und Größen das Bauwerk. Die geometrische Gestaltung der als Doppelschlitzpass realisierten Anlage basiert auf umfangreichen Modelluntersuchungen, wobei neben der Strömungscharakteristik innerhalb der Anlage insbesondere auch standortspezifische sowie betriebliche Aspekte zu analysieren und in das Gesamtkonzept zu integrieren waren. Aufgrund der komplexen hydraulischen Randbedingungen sowie der hohen fischökologischen Anforderungen kam eine hybride Vorgehensweise mit numerischer Strömungsmodellierung in Verbindung mit physikalischen Modellversuchen zum Einsatz, wobei sich umfangreiche Synergieeffekte sowie eine gute Prognosefähigkeit der numerischen Simulation zeigten.

Die Schiffshavarie des Tankmotorschiffs Waldhof aus wasserwirtschaftlicher Sicht
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2012)
Am 13. Januar 2011 sank das Tankmotorschiff „Waldhof“ im Rhein bei St. Goarshausen mit 2300 Tonnen 96 %-iger Schwefelsäure an Bord. Letztlich konnte das Schiff nur geborgen werden, nachdem unter schwierigen Bedingungen Zugänge geschaffen wurden und wegen der Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für die öffentliche Sicherheit der größte Teil der Ladung dosiert in den Rhein abgepumpt wurde.

Stabilisierung und Enthärtung mit Aufbereitungsstoffen auf Kalksteinbasis
© Oldenbourg Industrieverlag (1/2012)
Calcium- und Hydrogencarbonationen sind die dominierenden Ionen in vielen natürlichen Wässern. Das Carbonat-Puffersystem (CO2 –, HCO3 –, CO3 2–) bestimmt maßgeblich den pH-Wert und seine Veränderung beim Zusatz von Protonen oder Hydroxid- Ionen oder deren Freisetzung bei Korrosions- oder Aufbereitungsvorgängen. Das Kalk-Kohlensäure- Gleichgewicht bestimmt die Lösung- oder Abscheidung von Calciumcarbonat in Wässern.

Entfernung von Arsen, Nickel und Uran bei der Wasseraufbereitung
© Oldenbourg Industrieverlag (11/2011)
Arsen, Nickel und Uran erreichen gelegentlich im Rohwasser, das zur Trinkwassergewinnung genutzt wird, Konzentrationen, die eine Entfernung dieser Stoffe erforderlich machen. In den seltensten Fällen handelt es sich direkt um anthropogene Einträge; meist stammen diese Stoffe aus natürlichen Quellen. Allerdings können menschliche Aktivitäten die Mobilisierung der Stoffe verursacht haben. In diesem Beitrag werden die wesentlichen Regeln beschrieben, die bei der Beurteilung von notwendigen aufbereitungstechnischen Maßnahmen zur Verminderung der Spurenstoffkonzentration und bei der Auswahl geeigneter Aufbereitungsverfahren zu beachten sind. Vorausgesetzt wird, dass Maßnahmen geprüft und ggf. ergriffen wurden, um die Einträge dieser Spurenstoffe in das Wasser zu verhindern bzw. zu minimieren und diese Maßnahmen nicht zum Erfolg geführt haben.

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BIUKAT e.V. 26.06.2013
4. Moosburger Umwelttechnikforum
"Neue Perspektiven der
Kläranlagentechnologie"

Abwasserreinigung
Angewandte Forschung im ATZ:
Hybridreaktor zur effektiven
anaeroben Abwasserreinigung