Öffentliche Hochwasservorsorge vor dem Hintergrund von tatsächlichen und rechtlichen Grundvorgaben - Erscheinungsformen einer rasanten Rechtsentwicklung© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (3/2013)
Das Hochwasservorsorgerecht in Deutschland ist seit zehn Jahren in stetigem Umbruch. Die insoweit maßgeblichen Vorschriften waren ursprünglich vor allem dem Landesrecht zu entnehmen. In der Folge der Hochwasserereignisse am Rhein 1993 und 1995 kam es zwar bereits 1996 zu einer nennenswerten Ergänzung des Wasserhaushaltsgesetzes
(WHG).1 Das Elbehochwasser 2002 führte aber zu einem regelrechten Normierungsschub: Der Bund erließ 2005 das Hochwasserschutzgesetz,2 mit dem die einschlägigen Vorschriften des WHG – vor allem in Form von Regelungsaufträgen für die Länder – massiv ausgeweitet wurden.
Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie in der internationalen Flussgebietseinheit Oder© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2013)
Die Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie ermöglicht, dass in allen EU-Mitgliedstaaten gleichzeitig die Bewertung der Hochwassergefahr und des Hochwasserrisikos ordnungsgemäß durchgeführt wird. Im Rahmen der Internationalen Kommission zum Schutz der Oder gegen Verunreinigung (IKSO) erfolgt diese Zusammenarbeit im Odereinzugsgebiet zwischen Polen, Tschechischer Republik und Deutschland. Als Ergebnis dieser Arbeiten werden anschließend Hochwasserrisikomanagementpläne erarbeitet und diese sollen negative hochwasserbedingte Folgen für die Menschen, das Kulturerbe, die Umwelt und wirtschaftliche Tätigkeiten verringern.
Klimawandel und die Folgen – mehr als eine nur technische Herausforderung für die Stadtentwässerung© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2013)
Vermehrt auftretende Starkregen und ihre Folgen stellen die Kanalnetzbetreiber vor eine große Herausforderung. Es ist deshalb unerlässlich, die zukünftigen Entwässerungskonzepte auch auf die nach Expertenmeinung weltweit an Intensität und Häufigkeit zunehmenden Starkregen auszurichten. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) setzt auf integrale Ansätze zur Berücksichtigung aller, nicht nur aus technischer Sicht relevanten Belange.
Identifikation möglicher Hochwasserschutzziele in einem partizipativen
Prozess am Beispiel der Stadt Vallendar© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2012)
In einem Pilotprojekt wurde in der Verbandsgemeinde (VG) Vallendar unter Partizipation der lokalen Bevölkerung ein abgestuftes Schutzziel für das kommunale Hochwasserrisikomanagement (HWRM) identifiziert. Durch eine sinnvolle Integration der Handlungsbereiche „Technischer Hochwasserschutz“ und „Bauvorsorge“ wurde eine Option identifiziert, die eine Alternative zu den seit 1993 als unwirtschaftlich nachgewiesen konventionellen Hochwasserschutzkonzepten sein könnte. Durch Beteiligung aller relevanten Akteure und unter Leitung der Wasserwirtschaftsverwaltung in Rheinland-Pfalz wird hier ein Weg beschritten, der als beispielhaft für kommunale HWRM-Planung gesehen werden kann.
Der Beitrag der wissenschaftlich-technischen Verbände im Umsetzungsprozess der europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2012)
Derzeit ist der Umsetzungsprozess der europaischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (HWRM-RL) in Deutschland gepragt durch eine pragmatische Strategie der Umsetzung, die der Bund sowie die Bundeslander wesentlich bestimmen und die in verschiedenen Empfehlungen ihren Niederschlag findet. Wahrend die LAWA vor allem die rechtlich-organisatorische Umsetzung strukturiert und in weiten Bereichen auch regulierend vorgegeben hat, sind wichtige fachliche Fragen noch Gegenstand andauernder – meist wissenschaftlicher – Untersuchungen. Es mussen fur eine erfolgreiche Implementierung eine Reihe neuer – vor allem technischer – Standards entwickelt und in die Praxis eingefuhrt werden. Thematisiert werden im vorliegenden Fachaufsatz die laufenden Arbeiten der wissenschaftlich-technischen Verbande im Bereich des HWRM sowie deren wichtigste Arbeitsergebnisse (Merkblatter, Themenhefte etc.). Den Schwerpunkt der Betrachtungen bilden die wasserwirtschaftlichen Verbande BWK und DWA. Es wird zudem in einem Ausblick dargestellt, welche Fachthemen absehbar im Rahmen der wissenschaftlich-technischen zukunftigen Verbandsarbeit aufgegriffen werden.
Akteure im Hochwasserrisikomanagement am Beispiel der Verkehrsplanung© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2012)
Im folgenden Beitrag wird am Beispiel der Verkehrsplanung erlautert, dass zur erfolgreichen Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (HWRM-RL) viele Akteure auch auserhalb der Wasserwirtschaft gefragt sind. Nach einer kurzen Einfuhrung in die Thematik werden einige wichtige Akteure des Hochwasserrisikomanagements (HWRM) mit ihren Aufgaben benannt. An ausgewahlten Beispielen von Verkehrsinfrastrukturanlagen in Gewassernahe sollen die Moglichkeiten der integrativen Umsetzung der HWRM-RL gezeigt werden.
Spielerische Schadensminderung mit SchaVIS© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2012)
Trotz der vorhandenen und erprobten Expertenkenntnis zur wirksamen Hochwasserschadensminderung und trotz der umfangreich bereitgestellten Informationsmaterialien gelingt es nicht, die Hochwasserbetroffenen zu einer optimalen privaten Hochwasservorsorge zu motivieren. Das Spiel SchaVIS richtet sich an die junge Generation und soll die komplexe Thematik der privaten Hochwasservorsorge spielerisch vermitteln.
Beteiligung der Bürger im Vorfeld von Planungen – ein Plus für den Hochwasserschutz?© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2012)
Die Beteiligung der Bürgerschaft im Vorfeld von Planungen zum Hochwasserschutz in Dresden-Laubegast hat diese erst möglich gemacht. Es wird damit aber zugleich der Anspruch an eine breite Einbeziehung über die gesamte Maßnahme gefördert. Die positiven zusätzlichen Effekte auf das Hochwasserrisikobewusstsein der Betroffenen rechtfertigen den Aufwand, bevor Maßnahmen überhaupt begonnen werden.
Stand der Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie im Rheingebiet© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2012)
Im Rheingebiet ist der Informationsaustausch und die Koordinierung zur vorläufigen Bewertung der Hochwasserrisiken und zu den Risikogebieten in IKSR und IKSMS erfolgt. Dies ist in Übersichtskarten mit Erläuterungsbericht dokumentiert. Zum derzeitigen Stand der Fertigstellung der Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten in den Mitgliedstaaten haben beide Kommissionen Kurzberichte mit Übersichtskarten erarbeitet, die regelmäßig fortgeschrieben werden. Die koordinierte Aufstellung der HWRM-Plane für das Rheingebiet wird vorbereitet.
Dichtungssysteme in Deichen – eine vergleichende Betrachtung© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2012)
Die Standsicherheit von Deichen hängt maßgebend von den Strömungsverhältnissen im Hochwasserfall im Deichkörper und im Untergrund ab. Durch die Anordnung von Dichtungen im Deich und im Untergrund ist die Möglichkeit gegeben, die Einwirkungen infolge der Sickerströmungen zu verringern. In der Regel kommen bei Flussdeichen nur unvollkommene Dichtungen zum Einsatz, d. h. es wird nur ein Teil des Untergrundes abgedichtet, um den Wasseraustausch zwischen dem Fluss und dem Binnenland nicht zu unterbinden. Die Wirksamkeit einer unvollkommenen Dichtung ist umso größer je undurchlässiger der Untergrund ist. Bei relativ durchlässigem Untergrund ist die Wirksamkeit einer Deichdichtung sehr sorgfältig zu prüfen, da ggf. nur eine geringe Reduktion im Deichkörper erzielt werden kann. Durch Zusatzmaßnahmen, z. B. größere Einbindetiefe oder luftseitige Auflastfilter, kann eine Verbesserung erzielt werden.