Das „Mülheimer Tarifsystem“ – Einführung des Systempreises und Preiskommunikation in der Wasserwirtschaft© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2012)
Die Vorhaltung und der Betrieb eines Wasserversorgungssystems verursachen Kosten. Diese Systemkosten müssen angemessen auf die Nutzer umgelegt werden. Benötigt wird daher ein Tarifsystem, das trotz Bevölkerungsrückgang und geringerer Wassernachfrage die Qualität der Versorgungssicherheit gewährleistet und gleichzeitig zur Preisstabilisierung beiträgt.
Finanzierung der kommunalen Abwasserbeseitigung© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2012)
Die Gemeinde- bzw. Kommunalordnungen der einzelnen Bundesländer ordnen die Aufgaben der Abwasserbeseitigung den hoheitlichen Tätigkeiten der Gemeinden zu. Diese stellt eine Aufgabe der Daseinsvorsoge dar und kann als Pflichtaufgabe der Gemeinde nicht ohne Weiteres auf Dritte übertragen werden. Sie ist eine kostenrechnende Einrichtung, die sich soweit vertretbar und geboten aus besonderen Entgelten zu finanzieren hat.
Energieeffizienz zahlt sich aus - Einführung eines Tools zur Lebenszykluskostenberechnung bei Investitionsentscheidungen© Oldenbourg Industrieverlag (10/2012)
Energieeffizienz ist ein zentrales gesellschaftliches Thema, dem es sich aus technischer, wirtschaftlicher und ökologischer Perspektive zu stellen gilt. Nach Berechnungen des Zentralverbands der Elektrotechnischen Industrie e.V. (ZVEI) könnten in industriellen und kommunalen Einrichtungen in Deutschland allein durch eine anforderungsgerechte Automatisierungstechnik Energieeinsparungen von 10 % bis 25 % erreicht werden. Das entspricht 88 Mrd. Kilowattstunden Energieäquivalente. Auf diese Weise ließen sich in Deutschland jährlich bis zu 7 Mrd. Euro an Energiekosten einsparen. Und diese Zahl gilt noch immer, obwohl einige Firmen bereits umfangreiche Maßnahmen zur effizienteren Nutzung der Energie eingeführt haben.
Demografische Herausforderungen im Rohrleitungs- und Brunnenbau© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2012)
Die betriebliche Personalpolitik im Rohrleitungs- und Brunnenbau steht angesichts einer ungünstigen Altersstruktur in den kommenden Jahren vor besonders hohen demografischen Herausforderungen. So sind hier bereits heute mehr Ältere (55 bis 64 Jahre) als Jüngere (25 bis 34 Jahre) erwerbstätig. Hohe Vollzeitquoten, ein spezifischer Arbeitsmarkt auf Vollbeschäftigungsniveau und eine sehr geringe Frauenpartizipation erschweren darüber hinaus die Aktivierung von Arbeitsmarktpotenzialen.
Die integrierte Versorgung im Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (1/2012)
Teil 3: Aktuelle Situation und Ausblick
Vor etwas mehr als 10 Jahren erblickten die Selektivverträge zu integrierten Versorgungsformen das Licht der Gesetzgebung, wobei sie in der Praxis in den ersten Jahren ein eher bescheidenes Dasein fristeten. Erst nach einer Reform, die vor allem eines brachte, nämlich Geld in Form der Anschubfinanzierung, trat diese neue Versorgungsform aus ihrem bisherigen Schattendasein hervor. Die finanzielle Förderung ist inzwischen ausgelaufen und nach schon ernüchternden Zahlen zum Umfang der integrierten Versorgung bei pekuniärer Unterstützung wird derzeit ein noch weiterer Rückgang beobachtet.
Wickelrohrverfahren: Kanalsanierung in Stuttgart unter extremen Bedingungen© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2011)
Wickelrohrverfahren: Zwei hoch belastete Bundesstraßen, die sich einen Tunnel teilen, fast darüber ein viel besuchtes Freizeitbad und unter dem Ganzen einer der Hauptstränge des Abwasser-Kanalisationsnetzes: Diese extreme Ballung von Infrastruktur war die Ausgangslage für ein spektakuläres Kanalsanierungsprojekt in Stuttgart. Dabei wurden drei begehbare Großprofile mit einer selbstfahrenden Wickelmaschine für Sonderprofile über eine Länge von insgesamt 260 Metern grabenlos mit einem Wickelrohrverfahren renoviert. Einer der Bauabschnitte, ein Haubenprofil H/B 1.900/2.320 mm, ist die bislang größte Nennweite,
die in Deutschland mit diesem Verfahren saniert wurde.