Schachtsanierung: Das neue RSV-Merkblatt 6.2© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2012)
Es gibt rund 10 Millionen Schachtbauwerke in Deutschland. Sie sind damit ein wesentlicher Bestanteil bei der Errichtung und der Nutzung von Abwasserleitungen und -kanälen. Entgegen ihrer Bedeutung werden Schachtbauwerke bei Sanierungsarbeiten an den Kanalnetzen eher stiefmütterlich behandelt. Die meisten Verfahren sind hinlänglich bekannt. Werden sie aber auch richtig eingesetzt? Eine kurze Übersicht mit ausgewählten Verfahren soll hier zum besseren Verständnis beitragen.
Realistische Bilanzierung von Wasserverlusten und die Anwendbarkeit von Wasserverlustkennzahlen© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2012)
Die Bilanzierung und anschließende Bewertung der realen Wasserverluste der Berliner Wasserbetriebe zur Systemzustandsbewertung waren Hauptziele einer hausinternen Untersuchung. Hierzu sollte eine Systematik entwickelt werden, die den neuesten nationalen und internationalen Standards entspricht. Zu betrachten war, welche Kennzahlen in Literatur und Praxis verwendet werden und welche für das Unternehmen Anwendung finden können.
Demografische Herausforderungen im Rohrleitungs- und Brunnenbau© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2012)
Die betriebliche Personalpolitik im Rohrleitungs- und Brunnenbau steht angesichts einer ungünstigen Altersstruktur in den kommenden Jahren vor besonders hohen demografischen Herausforderungen. So sind hier bereits heute mehr Ältere (55 bis 64 Jahre) als Jüngere (25 bis 34 Jahre) erwerbstätig. Hohe Vollzeitquoten, ein spezifischer Arbeitsmarkt auf Vollbeschäftigungsniveau und eine sehr geringe Frauenpartizipation erschweren darüber hinaus die Aktivierung von Arbeitsmarktpotenzialen.
Präqualifikation und Bewertung von Dienstleistungsfirmen am Beispiel eines Energieversorgers© Oldenbourg Industrieverlag (3/2012)
Durch die zunehmende Verlagerung der Wertschöpfung gewinnt die Lieferantenauswahl als Erfolgsfaktor an Bedeutung. Als Ursache wird die unzureichende Kenntnis hinsichtlich Fachkompetenz, Leistungsfähigkeit und Eignung der Lieferanten sowie das Interesse der Auftraggeber, sich gegen Haftungsansprüche im Schadensfall abzusichern, gesehen. Zudem besteht für die Energieversorger eine gesetzliche Verpflichtung, die Qualifikation der beauftragten Dienstleistungsfirmen zu prüfen und über eine entsprechende Nachweisdokumentation zu verfügen. Ziel der Implementierung des Präqualifikations- und Bewertungsverfahrens für die EnBW Regional AG ist es, ein detailliertes Bild über die Bewerberfirmen zu gewinnen und einen Pool an qualifizierten Lieferanten aufzubauen. Zusätzlich dient ein solches Verfahren zur Verringerung von Qualitätsmängeln verursacht durch die eingesetzten Lieferanten, zur Identifizierung von Ansatzpunkten der Lieferantenentwicklung, um Kosten- und Aufwand zu reduzieren.
Vereinfachter Ansatz zur Berechnung des unvollkommenen
Abflusses über Wehre© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2011)
Der unvollkommene Abfluss über ein Wehr wird in der Praxis mit der Gleichung von Poleni bestimmt, wobei ein experimentell ermittelter Abminderungskoeffizient (Rückstaubeiwert) Verwendung findet. Dieser wird aus einer Graphik abgelesen, die in der Literatur zu finden
ist. Im Rahmen einer Untersuchung wurde ein sehr einfacher, auf den Grundlagen der 1-DHydraulik basierender theoretischer Ansatz zur Berechnung des Rückstaubeiwertes experimentell überprüft. Gleichzeitig wurden die Literaturwerte auf Ihre Gültigkeit hin geprüft.
Instandhaltungsmanagement technischer Anlagen bei Emschergenossenschaft und Lippeverband© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (4/2011)
Im Rahmen einer Instandhaltungsstrategie werden neben dem technisch sicheren Anlagenbetrieb auch die klassischen Nachhaltigkeitsziele der Ökonomie und Ökologie verfolgt. Hierzu wurden für unterschiedliche Anlagentypen spezifische, innovative Instandhaltungskonzepte entwickelt. Neben der angepassten Organisation bedarf es zur Umsetzung der Instandhaltungsstrategien entsprechender Controlling- und Steuerungsinstrumente. Eine optimierte Betriebsführung muss sich flexibel auf zukünftige Herausforderungen der Wasserwirtschaft, wie zum Beispiel demografischen Wandel und Klimawandel, anpassen.
Der ganzheitliche Ansatz im DVGW-Regelwerk zur Rehabilitation von Wasserverteilungsanlagen© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (4/2011)
Gemäß DVGW-Regelwerk wird eine langfristig technisch und wirtschaftlich optimale Rehabilitation von Wasserverteilungsanlagen gefordert, die ein hohes Niveau für Versorgungsqualität und Netz - zustand bei einem niedrigen Gefährdungspotenzial und geringstmöglichen Gesamtkosten sicherstellt. Mit der eindeutigen und strukturierten Systematik einer risikoorientierten Netzbewertung liefert das DVGW-Regelwerk einen universellen und ganzheitlichen Ansatz für die Rehabilitation von Wasserverteilungsanlagen, der jeden Trinkwasserversorger in die Lage versetzt, zielführende, nachhaltige Reha-Strategien und -Planungen zu erarbeiten. Dass sowohl die Anforderungen als auch die Vorgehensweise praxisgerecht sind, wird im Folgenden am Beispiel der Rehabilitation des GELSENWASSER-Wasserverbundrohrnetzes aufgezeigt.