Wiederverwendung

Handeln, ohne dass Abfälle entstehen, ist ökoeffizient: Werden Abfälle vermieden, sind sie nicht zu entsorgen. Damit wird keine Energie benötigt und es fallen keine Kosten und Emissionen auch klimarelevanter Art an.

© Foto: Fotolia
 


Zweifach genutzt: Zellulose aus benutztem Toilettenpapier lässt sich wiederverwerten

Ein niederländisches Unternehmen hat sich auf die Zurückgewinnung und Wiederverwendung von recycelter Zellulose aus Abwasser spezialisiert. Mit der offiziellen Einweihung der weltweit ersten Zellulose-Produktionsstätte als Großprojekt wurden erstmalig pro Tag etwa 400 kg an Zellulose, dem Hauptbestandteil von Toilettenpapier, aus Abwasser gewonnen, gereinigt und hygienisiert, um daraus anschließend hochwertige Produkte herzustellen.

Foto: CirTec BV (06.11.2017) Gemeinsam mit einer Reihe von Partnern zeigte die Firma CirTec BV aus dem niederländischen Purmerend, dass es mit einem technischen Verfahren, Cellvation genannt, technisch möglich ist, saubere, marktfähige Zellulose aus Abwässern zu extrahieren und als wertvolles Rohmaterial zur Verfügung zu stellen. Beispiele sind Vorhaben wie das ‚Vazena-Projekt’ (niederländisches Akronym für „von Siebgut zu Asphalt“), ein Demonstrationsprojekt, bei dem ein Radweg mit Asphalt angelegt wurde, der recycelte Zellulose enthielt, sowie ‚Zeefgoud’ (gesiebtes Gold), ein Projekt, bei dem Zellulose als Rohstoff für andere Produkte produziert wird...


Unternehmen, Behörden + Verbände: CirTec BV (Purmerend, NL)
Autorenhinweis: Coos Wessels, CirTec BV
Foto: CirTec BV



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 6 - November 2017 (November 2017)
Seiten: 1
Preis: € 2,00
Autor: Coos Wessels

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Vorschau auf das 32. Oldenburger Rohrleitungsforum: Innovative Bau- und Sanierungstechniken
© Deutscher Fachverlag (DFV) (2/2018)
Rohrleitungen unterliegen, wie alle anderen Bauwerke, dem technischen Verschleiß und der Alterung. Da viele Leitungsnetze bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurden, sind besonders in den Innenbereichen größerer Städte umfangreiche Maßnahmen zu erwarten. Doch hierbei muss es sich nicht immer zwangsläufig um Neubau handeln. Mittlerweile gibt es viele gute, angepasste Technologien, die von grabenloser Verlegung bis hin zu ausgefeilter Sanierungstechnik reichen. Am 8. und 9. Februar 2018 werden auf dem 32. Oldenburger Rohrleitungsforum Neuerungen in der Sanierungstechnik vorgestellt, aber auch die digitalen Themen der Vorjahre weiterentwickelt.

Optionen zur Integration automatisierter Fremdstoffausschleusung bei der Biogutbehandlung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2017)
Steigende Qualitätsanforderungen an Gärprodukte und Komposte aus Biogut sowie rapide gestiegene Kosten für die Entsorgung von Siebüberläufen erfordern Maß-nahmen sowohl bei der Erfassung und Qualitätskontrolle von Biogut als auch bei der technischen Ausstattung der Behandlungsanlagen.

Massiv unter Druck: Kanalballenpresse für wirtschaftliche Lkw-Auslastung
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2017)
HSM GmbH + Co. KG, der süddeutsche Hersteller von Ballenpressen, PET-Lösungen und Aktenvernichtern, bietet mit seinem Produktprogramm wirtschaftliche Lösungen für Entsorger und Anwender in der Industrie. Die Ballenpressen sind dafür geeignet, Abfallmaterialien um bis zu 95 Prozent zu verdichten und zu gut transportierbaren Ballen zu verpressen.

Trennung unter Schock: Fraunhofer Projektgruppe testet elektrohydraulische Zerkleinerung von werthaltigen Reststoffen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2017)
Mit Hilfe der elektrohydraulischen Zerkleinerung ist es möglich, in einem Recyclingprozess Stoffe selektiv zu trennen und dadurch Prozessschritte in konventionellen Verfahren einzusparen. Die Technologie eignet sich sowohl für die Rückgewinnung von Wertstoffen aus primären als auch aus sekundären Rohstoffquellen. Das Verfahren wird derzeit von der Fraunhofer Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie (IWKS) getestet.

Signale in Echtzeit verarbeitet: Sensorfusion macht Sortieraufgaben effizienter
© Deutscher Fachverlag (DFV) (9/2017)
Die österreichische Firma Binder+Co AG hat mit der Entwicklung der ‚Sensorfusion’ eine neue Sensorkombination geschaffen. Dadurch kann sie nun optische Sortierer mit besonderer Flexibilität in Bezug auf die Eigenschaftsdetektion und -verknüpfung anbieten. Die Sensorfusion ermöglicht nicht nur die Detektion einer Vielzahl von Objektmerkmalen, sondern auch deren Verknüpfung in einem einzigen Prozessor.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Cleantech Experten
 
Prof. Dr.-Ing. Peter Missal
Dr. Nora-Phoebe Erler
Dr.-Ing. Peter Krämer
die jüngsten Änderungen 
 
 
30. Kasseler Abfall- und Ressourcenforum
Der Wertstoffhof
Ihr Kontakt zum Bürger
Ihre Quelle kostbarer Ressourcen
Ihr Zugang zu sharing economy