Berechnung der Laufzeiten von Aktivkohlefiltern bei der Trinkwasseraufbereitung

Eine zentrale Fragestellung bei der Auslegung und beim Betrieb von Aktivkohlefiltern zur Trinkwasseraufbereitung ist ihre Laufzeit. Diese Frage stellt sich sowohl in Bezug auf die Versorgungssicherheit als auch in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit.

Aktivkohle wird seit etwa Mitte der 1920er-Jahre großtechnisch zur Wasseraufbereitung eingesetzt. Aktivkohlefilter mit körniger Aktivkohle werden seit etwa 70 Jahren im Bereich der Trinkwasseraufbereitung verwendet. Die ursprünglichen Aufbereitungsziele waren die Entfernung von Chlor sowie die Beseitigung von Geruchs-, Geschmacks- und Farbstoffen. Heute ist das primäre Aufbereitungsziel in industrialisierten Ländern im Wesentlichen die Entfernung von organischen Störstoffen im Spurenbereich, die in Oberflächenwässern und auch in Grundwässern auf Grund anthropogener Belastungen vorkommen können. Seit über 50 Jahren werden Versuche unternommen, die Laufzeit von Aktivkohlefiltern vorauszuberechnen. Hierzu wurden verschiedene Vorgehensweisen gewählt, die von sehr grundlegenden Betrachtungen bis hin zu empirischen Untersuchungen reichen. Der Laufzeitbestimmung von Aktivkohlefiltern bei der Trinkwasseraufbereitung kommt insbesondere aus Gründen der Versorgungssicherheit und der Wirtschaftlichkeit eine hohe Bedeutung zu.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 5-2006 (Mai 2006)
Seiten: 5
Preis: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Professor Dr.-Ing. Rolf Gimbel
Dr.-Ing. Ralph Hobby

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Handling entscheidet: Optische Gasdetektionskameras haben ein großes Potential
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2017)
Flüchtige Gasemissionen stellen in jedem Fall eine Gefahr dar. Sei es, dass sie in Industrieunternehmen zu Bränden oder Explosionen führen können, sei es, dass Produktionsprozesse gestört werden oder das Klima durch Emissionen klimarelevanter Gase negativ beeinflusst wird. FLIR Systems Inc., ein Spezialist für Gasdetektionskameras, nennt die Fakten, auf die es ankommt, wenn ein Abfall- oder Recyclingunternehmen die Anschaffung einer entsprechenden Kamera plant.

Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit: Vorschau auf die Messe und den Kongress A+A 2017 in Düsseldorf
© Deutscher Fachverlag (DFV) (10/2017)
Der Internationale Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin präsentiert sich zu seinem 35. Jubiläum parallel zur A+A 2017 mit neuer Gesamtstruktur. Die wichtige Kongressveranstaltung für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ist mit 350 Experten aus Politik, Forschung und Praxis des Arbeits- und Gesundheitsschutzes hochkarätig besetzt.

Eleganter Schutz: Warnschutzkleidung auch für Damen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (10/2017)
Auf der A+A 2017, die vom 17. bis 20. Oktober in Düsseldorf stattfindet, präsentiert der Kölner Hersteller Bierbaum-Proenen (BP) aktuelle Trends aus der Schutz- und Berufsbekleidung. Ein Schwerpunkt sind die neuen Damenpassformen im Bereich der ‚Persönlichen Schutzausrüstung’ (PSA).

Beste verfügbare Technik: Abfallverbrennungs- und Abfallbehandlungs-BREFs sind in der Revision
© Deutscher Fachverlag (DFV) (9/2017)
Durch die neue Verbindlichkeit der Schlussfolgerungen zur europäischen Abfallbehandlung und -verbrennung hinsichtlich des Umweltschutzes ist es erforderlich, dass viel mehr Randbedingungen, wie etwa die jeweilige gesetzliche Regelungs- und Genehmigungspraxis der Mitgliedsstaaten oder bestimmte lokale klimatische Bedingungen etc., berücksichtigt werden. Damit nimmt die Diskussions- und Bearbeitungstiefe konsequenterweise zu. Bei Meetings im spanischen Sevilla suchen die Experten nach Lösungen.

Den richtigen Riecher: Zehn Jahre Messprogramm zur Erfassung von Gerüchen aus dem Industriepark
© Deutscher Fachverlag (DFV) (9/2017)
Infraserv Höchst betreibt im Industriepark Höchst in Frankfurt/M. verschiedene Entsorgungseinrichtungen, unter anderem eine Abwasserreinigungsanlage. Da der Betrieb von Entsorgungsanlagen zwangsläufig mit Geruchsemissionen verbunden ist, die bei ungünstigen Witterungsbedingungen im benachbarten Frankfurter Stadtteil Sindlingen wahrgenommen werden können, gibt es dort ein Geruchs-Messprogramm, mit dem die Gerüche objektiv erfasst und dokumentiert werden.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?