Berechnung der Laufzeiten von Aktivkohlefiltern bei der Trinkwasseraufbereitung

Eine zentrale Fragestellung bei der Auslegung und beim Betrieb von Aktivkohlefiltern zur Trinkwasseraufbereitung ist ihre Laufzeit. Diese Frage stellt sich sowohl in Bezug auf die Versorgungssicherheit als auch in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit.

Aktivkohle wird seit etwa Mitte der 1920er-Jahre großtechnisch zur Wasseraufbereitung eingesetzt. Aktivkohlefilter mit körniger Aktivkohle werden seit etwa 70 Jahren im Bereich der Trinkwasseraufbereitung verwendet. Die ursprünglichen Aufbereitungsziele waren die Entfernung von Chlor sowie die Beseitigung von Geruchs-, Geschmacks- und Farbstoffen. Heute ist das primäre Aufbereitungsziel in industrialisierten Ländern im Wesentlichen die Entfernung von organischen Störstoffen im Spurenbereich, die in Oberflächenwässern und auch in Grundwässern auf Grund anthropogener Belastungen vorkommen können. Seit über 50 Jahren werden Versuche unternommen, die Laufzeit von Aktivkohlefiltern vorauszuberechnen. Hierzu wurden verschiedene Vorgehensweisen gewählt, die von sehr grundlegenden Betrachtungen bis hin zu empirischen Untersuchungen reichen. Der Laufzeitbestimmung von Aktivkohlefiltern bei der Trinkwasseraufbereitung kommt insbesondere aus Gründen der Versorgungssicherheit und der Wirtschaftlichkeit eine hohe Bedeutung zu.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 5-2006 (Mai 2006)
Seiten: 5
Preis: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Professor Dr.-Ing. Rolf Gimbel
Dr.-Ing. Ralph Hobby

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Stromer in der Stadt: Stadtreinigungsfahrzeuge sind mit Elektroantrieb unterwegs
© Deutscher Fachverlag (DFV) (5/2018)
Kehrfahrzeuge waren früher oft selbst eine Quelle für Staub und Lärm. Doch das ist Vergangenheit. Dank Elektroantrieb arbeiten Kehrfahrzeuge von Bucher Municipal völlig abgasfrei und derart leise, dass auch Kehreinsätze während der Morgen- und Abendstunden möglich werden. Seine Lithium-Ionen-Batterien speichern Energie für einen Acht-Stunden-Einsatz.

Emissionsarm durch die Kommune: Daimler zeigt breites Spektrum praxisorientierter Mobilitätslösungen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (5/2018)
Mercedes-Benz und Fuso zeigen eine Vielzahl leistungsstarker, wirtschaftlicher, sicherer und umweltfreundlicher Fahrzeuge für die Kommunalbranche. Hinzu kommen die in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Aufbauherstellern praxisorientierten Lösungen für den kommunalen Einsatz. Dass es auch mit einem Minimum an Feinstaub und Ruß geht, zeigen Abfallsammelfahrzeuge mit Erdgasantrieb.

Mobilität mit Wasserstoff-Antrieb: Im Industriepark Höchst fahren die ersten Brennstoffzellenbusse
© Deutscher Fachverlag (DFV) (5/2018)
Auf den ersten Blick unterscheiden sich die beiden Brennstoffzellenbusse kaum von konventionellen Dieselbussen – Länge, Breite und Höhe sind vergleichbar. Sie haben aber zusätzliche Komponenten auf dem Dach: sieben Tanks, eine Hochvoltbatterie, ein Kühlaggregat und die Brennstoffzelle. Es sind die beiden ersten im Rhein-Main-Gebiet.

VDI-Richtlinie zu Emissionen von Gasen, Gerüchen und Stäuben aus diffusen Quellen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2018)
Die VDI 3790 Blatt 2 wurde im Juni 2017 im Weißdruck veröffentlicht. Standen in der früheren Ausgabe aus dem Jahre 2000 überwiegend die Geruchsemissionen im Vordergrund, so hat sich diese Situation durch die Weiterentwicklung der rechtlichen Vorgaben doch so wesentlich verändert, dass diese Überarbeitung notwendig wurde.

Handling entscheidet: Optische Gasdetektionskameras haben ein großes Potential
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2017)
Flüchtige Gasemissionen stellen in jedem Fall eine Gefahr dar. Sei es, dass sie in Industrieunternehmen zu Bränden oder Explosionen führen können, sei es, dass Produktionsprozesse gestört werden oder das Klima durch Emissionen klimarelevanter Gase negativ beeinflusst wird. FLIR Systems Inc., ein Spezialist für Gasdetektionskameras, nennt die Fakten, auf die es ankommt, wenn ein Abfall- oder Recyclingunternehmen die Anschaffung einer entsprechenden Kamera plant.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?