Berechnung der Laufzeiten von Aktivkohlefiltern bei der Trinkwasseraufbereitung

Eine zentrale Fragestellung bei der Auslegung und beim Betrieb von Aktivkohlefiltern zur Trinkwasseraufbereitung ist ihre Laufzeit. Diese Frage stellt sich sowohl in Bezug auf die Versorgungssicherheit als auch in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit.

Aktivkohle wird seit etwa Mitte der 1920er-Jahre großtechnisch zur Wasseraufbereitung eingesetzt. Aktivkohlefilter mit körniger Aktivkohle werden seit etwa 70 Jahren im Bereich der Trinkwasseraufbereitung verwendet. Die ursprünglichen Aufbereitungsziele waren die Entfernung von Chlor sowie die Beseitigung von Geruchs-, Geschmacks- und Farbstoffen. Heute ist das primäre Aufbereitungsziel in industrialisierten Ländern im Wesentlichen die Entfernung von organischen Störstoffen im Spurenbereich, die in Oberflächenwässern und auch in Grundwässern auf Grund anthropogener Belastungen vorkommen können. Seit über 50 Jahren werden Versuche unternommen, die Laufzeit von Aktivkohlefiltern vorauszuberechnen. Hierzu wurden verschiedene Vorgehensweisen gewählt, die von sehr grundlegenden Betrachtungen bis hin zu empirischen Untersuchungen reichen. Der Laufzeitbestimmung von Aktivkohlefiltern bei der Trinkwasseraufbereitung kommt insbesondere aus Gründen der Versorgungssicherheit und der Wirtschaftlichkeit eine hohe Bedeutung zu.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 5-2006 (Mai 2006)
Seiten: 5
Preis: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Professor Dr.-Ing. Rolf Gimbel
Dr.-Ing. Ralph Hobby

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Was wäre wenn ein Extremereignis die Oberrheinregion treffen würde?
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2015)
Trotz Deichbau und technischem Hochwasserrückhalt sind auch am frei  fließenden Oberrhein Extremhochwasserereignisse nicht auszuschließen. Für den Bau der Deiche hat sich das Deichhöhenabkommen von 1991 zwischen den betroffenen Ländern bewährt, mit dem die Gleichwertigkeit der Überflutungssicherheit gewährleistet wird. Als weitergehende Hochwasservorsorge sind insbesondere die Verhaltensvorsorge im konkreten Hochwasserfall sowie aber auch die Hochwasserversicherung als effziente Maßnahmen anzusprechen. Probleme bereiten bei einem Extremhochwasser eher die schwierig kalkulierbaren Auswirkungen für Gewerbe und Industrie.

Alles im Fluss: Rückblick auf die Messe Wasser Berlin International 2015
© Deutscher Fachverlag (DFV) (4/2015)
„Die Nachfrage nach sauberem Wasser übersteigt weltweit bei weitem das Angebot“, konstatierte Dipl.-Ing. Jörn Winkels, Vorsitzender des Berliner Messebeirates und Geschäftsführer Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH zu Beginn der viertägigen Großveranstaltung in den Berliner Messehallen.

Luftschadstoffe
© Rhombos Verlag (3/2015)
Die Bestimmung der Humantoxizität von Emissionen und ihre umweltmedizinische Bewertung bilden die Grundlage für eine flächendeckende Überwachung der Luftqualität

Editorial: R(h)einheitsgebot
© Deutscher Fachverlag (DFV) (3/2015)
Wenn in Deutschland alles so prima wäre wie die Qualität des Bieres, hätten wir manche Sorgen weniger. Ein Aufschrei geht durch deutsche Landen, wenn sich irgendwer im Ausland erdreistet, am deutschen Reinheitsgebot für Bier zu rütteln. Zu recht. Aber müsste das nicht auch für unsere Flüsse gelten?

Rein in die Medien: Medienwirksame Aktion zum Schutz des Rheins
© Deutscher Fachverlag (DFV) (3/2015)
Im Sommer 2014 durchquerte der Langstreckenschwimmer und Chemieprofessor Dr. Andreas Fath innerhalb von nur 28 Tagen den Rhein – von der Quelle am Tomasee bis zur Mündung in Hoek van Holland. Er tat das medienwirksam für sein Forschungsprojekt „Rheines Wasser“, um einerseits auf das Problem der Wasserverschmutzung hinzuweisen. Andererseits wurden auch Wasserproben entnommen, die zum Teil gleich vor Ort analysiert wurden, und die den Wasserzustand eindrucksvoll belegen.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?