Biosammlung und Verwertung am Scheideweg?

Diese auf den ersten Blick scheinbar etwas provokant anmutende Frage hätte noch vor zwei Jahren jeder halbwegs rational denkende Mensch in das Reich der Phantasie verwiesen. Heute, im Jahre 6 nach Inkrafttreten des KrW/AbfG, gibt es leider Anlass, sich allen Ernstes mit den Inhalten dieser Fragestellung sowie den dahinter stehenden politischen Intentionen auseinander zu setzen.

Was ist passiert? Was verändert im Zeitalter eines Gesetzes, das den Anspruch der Kreislaufwirtschaft bereits im Namen führt, die politische Landschaft so sehr, dass man sich ernsthaft mit dem Gegenteil von Kreislaufwirtschaft befassen muss – und das gerade in einem Bereich, der wie kaum ein anderer auf eine äußerst erfolgreiche Recyclinggeschichte zurückblicken kann? Immerhin werden zurzeit in Deutschland aus den privaten Haushalten jährlich etwa 8 Mio. Tonnen Bioabfälle getrennt erfasst, biologisch behandelt und anschließend im Pflanzenbau (Privatgarten, Garten- und Landschaftsbau, Rekultivierung, Landwirtschaft,...) verwertet. Das ist ein anschauliches Beispiel für funktionierende und vor allem praxisgerechte Kreislaufwirtschaft.



Copyright: © ANS e.V. (Arbeitskreis zur Nutzbarmachung von Siedlungsabfällen)
Quelle: 63. Informationsgespräch - Biomasse und Abfallwirtschaft, Chancen, Risiken und Perspektiven (Dezember 2003)
Seiten: 9
Preis: € 9,00
Autor: Dr. Hubert Seier

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