Hydraulischer Versatz von unterirdischen Hohlräumen mit Abfallstoffen – Grundprobleme

Bei unterirdischen Hohlräumen (z.B. Gruben) ist die Erhaltung der darüber liegenden Erdoberfläche und der Schutz gegen Deformationen bzw. Einstürzen nach wie vor ein aktuelles Problem. Eine wirksame Ingenieurmaßnahme ist der begleitende oder nachfolgende Versatz der abgebauten Räume. Der Versatz unterirdischer Hohlräume ist eine wichtige bergbautechnische Stabiliserungsmaßnahme nach dem Abbau (Knissel & Triebel 1991).

Der Versatz von unterirdischen Grubenbauten mit Abfallstoffen ermöglicht die Steuerung des Gesteinsdrucks, die Erhaltung der dem Absinken unterliegenden Flächen und die Untertagedeponierung (gefährlicher) Abfälle. Im folgenden Beitrag werden die Haupteigenschaften des Versatzes und die an ihn zu stellenden Ansprüche beschrieben. Zudem werden die Grundprobleme des hydraulischen Versatzes mit hohen Volumsanteilen an esten Versatzmischungen (F/W > 0,3)diskutiert. Für allgemeine Absinkverluste wird eine Formel entwickelt und die Notwendigkeit der Einhaltung kritischer Bedingungen unterstrichen: So soll die Geschwindigkeit des Versatzflusses (Vfl) größer als die kritische Geschwindigkeit (Vkr) der Versatzsedimentation sein. Gleichzeitig werden grundlegende Richtlinien zum Projekttieren des hydraulischen Versatzes dargelegt. So sind zum Erreichen eines guten Flüssigkeitsgrades von Versatzgemischen der Zusatz von Plastifizierungsmittel, eine richtig ausgewählte Korngröße der Versatzkomponenten sowie das Mengenverhältnis der Materialmischung bedeutsam.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Depotech 2008 (November 2008)
Seiten: 4
Preis: € 2,00
Autor: Liljan Draganov
Pavel Pavlov
Dipl.-Geol. Detlev Tondera

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Auslaufmodell MBA? – Ein Situationsbericht aus der Steiermark
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2014)
Durch bestehende Überkapazitäten im Bereich der thermischen Abfallbehandlung und dem damit einhergehenden Preisverfall bei der Müllverbrennung, ist in der Steiermark zuletzt ein starker Trend zur Umstellung der bestehenden MBA-Anlageninfrastruktur vom üblichen Endrottebetrieb zu einem Trocknungsbetrieb zu beobachten. Ziel der mechanisch-biologischen Behandlung ist damit nicht mehr die Erzeugung eines deponiefähigen stabilisierten Abfalles, sondern lediglich dessen Trocknung für die nachfolgende thermische Verwertung. Von den sieben in der Steiermark in Betrieb befindlichen MBA-Anlagen haben vier auf reinen Trocknungsbetrieb umgestellt.

Abtrennung und Verwertung von Glas aus Wirbelschicht-Bettasche
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2014)
Bettasche aus Wirbelschichtöfen kann zu drei Viertel verwertet werden. Für ein hochwertiges Recycling stehen Metalle – Eisen/Stahl, Aluminium, sonst. Buntmetalle, Edelstähle und Glas zur Verfügung. Glasteile aus Bettasche können zur Herstellung eines hochwertigen Isolier- und Baumaterials eingesetzt werden – zur Herstellung von Schaumglas.

Hydrothermale Extraktion von Schwermetallen aus MVA-Rückständen
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2014)
Das Lösungsverhalten von Pb, Zn, Cu und Fe unter hydrothermalen Bedingungen im Feinanteil zweier Müllverbrennungsschlacken wurde in Abhängigkeit von der Temperatur und von der Zeit untersucht. Das Lösungsverhalten von Pb, Zn, Cu und Cd eines Elektrofilterstaubes unter hydrothermalen Bedingungen bei 180 °C und variierenden HCl-Zugaben wurde ebenfalls untersucht. Das Ausgangsmaterial wurde chemisch und mineralogisch mit Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA), Röntgenpulverdiffraktometrie (XRD) und Elektronenstrahlmikrosonde (EMS) charakterisiert. Der Schwermetallgehalt in den Eluaten aus den Hydrothermalversuchen wurde mit Atomabsorptions-spektroskopie (AAS) bestimmt. Pb liegt in den Müllverbrennungsschlacken entweder elementar oder in oxidischer Form als PbO2 (Plattnerit) vor. Zn-führende Phasen sind Fe-Schmelzkügelchen, Larnit, Zn-Nitrat sowie Calcit.

Präferenzielle Methanflüsse durch heterogene Bodeneigenschaften in Deponie-Abdeckschichten und ihre Bedeutung für die Gasemission
© Wasteconsult international (12/2012)
Die Gastransporteigenschaften von Böden und damit die Bedingungen für die Oxidation von Methan sowie die Größenordnung und Variabilität der Methanemissionen werden durch Anteil und die Eigenschaften des wasserfreien Porensystems und damit durch die bodenphysikalischen Eigenschaften und Faktoren, welche diese beeinflussen (Bodenart, Verdichtung, Bodenfeuchte) bestimmt.

Folgenutzungen von Deponien - eine systematische Betrachtung
© Wasteconsult international (12/2010)
Abgeschlossene Deponien gelten für viele Nutzungen als problematische Standorte. Häufig handelt es sich um mehr oder weniger große Halden, die ggf. im Umfeld noch über Infrastruktur und verschiedene Arten von Abfallbehandlungsanlagen verfügen.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Leichtweiß-Institut
Physikalische und biologische
Aufbereitungs- und Behandlungs-
technologien, TU Braunschweig

Bewährte Technik
Havelberger Annahmedosierer:
Annehmen - Bevorraten -
Fördern - Dosieren

actensys GmbH
Von der Deponie zur neuen
Energie mit geballtem Know-how
zu Photovoltaik