Fachartikel zum Thema 'Politik, Entwicklung, Management':
Die biologische Vielfalt – die Vielfalt der Lebensräume, der Tier- und Pflanzenarten sowie ihre genetische Vielfalt – ist, insbesondere seit der Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung und des wachsenden Flächenverbrauchs seit Mitte des 20. Jahrhunderts, stark bedroht. Hinzu kommt der dramatisch schnelle Klimawandel. BirdLife International, der weltweite Naturschutzdachverband, hat im Rahmen der 9. Vertragsstaatenkonferenz (CoP9) der Konvention über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) im Mai 2008 in Bonn die neueste Rote Liste der Vogelarten veröffentlicht. Danach gelten inzwischen 1.226 Arten und damit über 12 % der weltweit etwa 10.000 Vogelarten als hochgradig bedroht.
Die EG-Vogelschutzrichtlinie und die FFH-Richtlinie sowie das Schutzgebietsnetz „Natura 2000" sind eine beispiellose Erfolgsgeschichte des Naturschutzes in Europa und die zentralen Instrumente der Mitgliedstaaten der Gemeinschaft zur Umsetzung der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) und zur Erreichung des 2010-Ziels in Europa. Es ist daher völlig unverständlich, dass ausgerechnet im Vorfeld der 9. Vertragsstaatenkonferenz der CBD im Mai 2008, im Gastgeberland der Konferenz, einige Landespolitiker und Interessenvertreter diese größte Errungenschaft des europäischen Naturschutzes in Frage stellen und die Richtlinien verwässern wollen. Die von Hessen, NRW, Interessengruppen und einigen Medien angezettelte Diskussion arbeitete mit nicht haltbaren Argumenten. Gerade die beiden Naturschutzrichtlinien sind Musterbeispiele der Berücksichtigung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Interessen. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hat dies in seiner Rede bei einem BirdLife-Empfang am 14.2.2008 eindringlich bekräftigt und gegenteilige Behauptungen als „beschämende Mythen" bezeichnet, die endlich korrigiert werden müssten. Die Gegner der Richtlinien arbeiteten mit einigen wenigen Fällen, die ständig wiederholt werden, sowie unzulässigen Verallgemeinerungen, während es in den jährlich Tausenden von Planungsverfahren weder Probleme aufgrund der Naturschutzrichtlinien der Europäischen Union, noch wegen des Instrumentes der naturschutzrechtlichen Verbandsklage gibt.
| Copyright: | © Lexxion Verlagsgesellschaft mbH | |
| Quelle: | EurUP 04/2008 (September 2008) | |
| Seiten: | 5 | |
| Preis: | € 16,00 | |
| Autor: | Claus Mayr | |
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Towards a new EU Plant Protection Regime – Legal Problems arising out of the Transition with Regard to Regulatory Approvals and Authorisations
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (1/2011)
The plant protection law within the European Union has been continuously developed over the past two decades. Harmonized provisions for the placing of plant protection products on the common market were introduced by Council Directive 91/414/EEC of 15 July 19911 (hereinafter the “Directive”). Based on a progress report issued by the Commission under this Directive2, the need for a revision of the Directive was identified which should, in order to ensure consistency throughout the Member States and to provide for simplification, take the form of a regulation.
Umsetzung und Auslegung des Artikel 6 der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (RL 92/43/EWG) in Großbritannien
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (4/2010)
Der vorliegende Beitrag1 gewährt eine Übersicht der Umsetzung von Art. 6 der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie in den verschiedenen Rechtsordnungen der Staaten England, Schottland, Nordirland und Wales sowie Gibraltar. Bis 1998 stand dem Parlament des Vereinigten Königreiches in Westminster eine einheitliche Gesetzgebungskompetenz grundsätzlich auf dem ganzen Hoheitsgebiet zu. Nur für Nordirland bestanden besondere Regelungen, sodass die beiden Gesetzgebungsverfahren getrennt abliefen. Mit dem Verfassungsreformprozess, der sog. Devolution, fand eine Verlagerung der Gesetzgebungs- und Verwaltungskompetenzen von der Zentralregierung zu den einzelnen „Teilstaaten“ statt.
A critical review of current EU and Greek legislation on pedestrian rights and walking environment
© Aristotle University of Thessaloniki (6/2009)
Legislation regarding pedestrian rights and relevant environmental aspects in the EU states differs, though some basic principles are supposed to be applied in a uniform way. A critical review of current legislation in several EU states on pedestrians is attempted by focusing on the Rights of Pedestrians as they have been adopted by the European Parliament.
Areas under protection: The institutional framework for the management of the areas under protection in Greece
© Aristotle University of Thessaloniki (6/2009)
In the first part of this paper a reference is made, concerning the approaches and practices taken for the areas under protection, as the years go by. Specifically, in the early stages of the institution concerning the areas under protection, the so called absolute protection of natural areas with the complete exclusion of human activities came up. All this situation created many complex, social and economic problems. As a result, the concept above was abandoned and replaced by a new one, suggesting the sustainable use of natural resources, the well known as sustainable development. According to this approach, a European network for the Areas under protection, named NATURA 2000, was established.
„Schädliche Subventionen gegen die biologische Vielfalt – Wie falsche finanzielle Anreize die biologische Vielfalt gefährden ...“
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (9/2008)
Konferenz des DNR und „Forum Umwelt & Entwicklung“ am 30.4.2008 in Berlin – Beitrag zur 9. UN-Konferenz über die biologische Vielfalt 2008 in Bonn